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Der Sternenhimmel im Juni 2022

Hier ist eine Übersicht über den Sternenhimmel in diesem Monat. Die Grafiken wurden mit der Freeware Stellarium erstellt. Die Aufnahmen der Planeten entstanden am Teleskop der Aachener Sternwarte. Beim Klicken auf die Bilder werden diese vergrößert.

Der Sternenhimmel Anfang Juni gegen 23.00 Uhr MESZ (Sommerzeit) in südwestlicher Richtung.

Nach Sonnenuntergang gehen die Sternbilder Zwillinge, Krebs und Löwe im Westen unter.

Über dem südwestlichen Horizont sind Jungfrau und Bärenhüter sichtbar.

 

 

 

Der Sternenhimmel Anfang Juni gegen 23.00 Uhr in südöstlicher Richtung.

Im Südosten gehen Waage, Skorpion und Schlangenträger auf. 

Über dem östlichen Horizont stehen Schwan, Leier und Adler.

 

 

 

In nördlicher Richtung, auf dem Kopf, steht der Große Bär. Seine sieben hellsten Sterne bezeichnen wir auch als den "Großen Wagen", weil die Form leicht einprägsam ist. Der offizielle Name lautet jedoch Großer Bär.

Östlich davon steht der Kleine Bär, auch Kleiner Wagen genannt. Der Hauptsern des Kleinen Bären ist der Polarstern. Die nördliche Verlängerung unserer Erdachse zeigt ziemlich genau in Richtung des Polarsterns. Wenn sich die Erde an einem Tag um die eigene Achse dreht, sieht es so aus, als drehen sich alle Sterne - und auch die Sonne - im Gegenuhrzeigersinn um den Polarstern. Da der Polarstern fast genau im Norden steht, kann man ihn das ganze Jahr über als Kompass benutzen. 

Um den Kleinen Bären herum windet sich der Drache.

Tief über dem Horizont steht die Kassiopeia. Aufgrund der Anordnung ihrer Sterne wird sie auch als das "Himmels-W" bezeichnet.

 

Der Sternhimmel Anfang Juni in östlicher Richtung gegen 3.00 Uhr morgens.

Über dem südöstlichen Horizont stehen Schütze, Steinbock und Wassermann.

Höher am Himmel sehen wir Schwan, Leier und Adler. Ihre hellen Sterne Deneb, Wega und Altair bilden das "Sommerdreieck". Das Sommerdreick ist kein offizielles Sternbild, sondern eine markante Anordnung von hellen Sternen.

Durch das Sommerdreieck hindurch zieht sich das Band der Milchstraße. Aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung ist die Milchstraße in der Umgebung der hellen Städte nicht mehr zu erkennen. Um sie zu sehen, benötigt man einen dunklen Standort ohne künstliche Beleuchtung, z.B. in der Eifel. In Richtung Milchstraße sehen wir in die Ebene unserer Heimatgalaxie, die aus ca. 200 Milliarden Sternen besteht. Mit bloßem Auge können wir die weit entfernten Sterne nicht einzeln sehen, sie verschwimmen zu einem schimmernden Band. Bereits mit einem Fernglas werden viel mehr Sterne, sowie dunkle Staubstrukturen sichtbar.

 

Der Sternenhimmel Anfang Juni gegen 4.30 Uhr morgens in östlicher Richtung.

Im Juni wird es sehr früh wieder hell. Im Osten sind Fische und Widder aufgegangen. Darüber steht das Herbsternbild Pegasus.

Vor Sonnenaufgang sind vier "Sterne" über dem südöstlichen Horizont sichtbar. Dies sind die Planeten Saturn, Jupiter, Mars und Venus, die wie an einer Perlenschnur am Himmel aufgereiht sind. Als Orientierung können die hellen Planeten Jupiter und Venus dienen, die mit bloßem Auge leicht zu finden sind. Saturn und Mars sind zwar auch mit bloßem Auge sichtbar, verblassen aber etwas in der hellen Morgendämmerung. Mit einem Fernglas lassen sie sich leicht finden.

Auf der Abbildung ist die Ekliptik als rote Linie eingezeichnet. Durch die Ekliptik zieht die Sonne - von der Erde aus gesehen - im Laufe des Jahres ihre Bahn durch die Tierkreiszeichen. Auch der Mond und die Planeten unseres Sonnensystems sind immer nur in der Nähe der Ekliptik zu finden.

 

 

Die Venus ist den ganzen Juni über als heller Morgenstern sichtbar. Im Teleskop verändert sie ihre Gestalt allmählich von einer "Halbvenus" zur "Vollvenus".

Die Planeten Mars, Jupiter und Saturn eignen sich in diesem Monat noch nicht zur Beobachtung mit dem Teleskop. Sie stehen in der Dämmerung zu tief über dem Horizont. Die dichten Luftschichten der Erde stören die Beobachtung.

 

 

 

 

Am 21. Juni erreicht die Sonne im Sternbild Zwillinge ihren höchsten Punkt bei ihrem Lauf über den Himmel. Dies ist die Sommersonnenwende und markiert den Beginn des atronomischen Sommers.