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Der Sternenhimmel im November 2021

Hier ist eine Übersicht über den Sternenhimmel in diesem Monat. Die Grafiken wurden mit der Freeware Stellarium erstellt. Die Aufnahmen der Planeten entstanden am Teleskop der Aachener Sternwarte. Beim Klicken auf die Bilder werden diese vergrößert.

Der Sternenhimmel am 8. November gegen 18.00 Uhr in südwestlicher Richtung.

Nach der Zeitumstellung wird es bereits gegen 18.00 Uhr dunkel,

Nach Sonnenuntergang stehen der Schlangenträger und der Schütze über dem südwestlichen Horizont. Höher am Himmel sehen wir noch die Sommersternbilder Schwan, Leier und Adler.

Auffallend hell sind zwei Planeten: Tief über dem Horizont steht die Venus, die wir schon seit einigen Wochen als Abendstern nach Sonnenuntergang sehen können. Am 8. November steht der zunehmende Mond nebem der Venus. Strahlend hell ist auch Jupiter, größter Planet des Sonnensystems, der seit dem Sommer den Abendhimmel dominiert. Nach Sonnenuntergang finden wir ihn in südlicher Richtung. Zwischen Jupiter und Saturn steht - von der Erde aus gesehen - Saturn, zweitgrößter Planet des Sonnensystems. Saturn ist ebenfalls mit bloßem Auge gut erkennbar. Beide Planeten wandern in diesem Monat langsam durch des Steinbock.

 

Bei ihrem Umlauf um die Sonne zeigt die Venus deutliche Phasen. In diesem Monat erscheint sie zunächst als "Halbvenus". Sie wird in den nächsten Wochen immer größer und nimmt die Gestalt einer Sichel an. Obwohl ihr Durchmesser bis auf ca. eine Bogenminute anwächst und sie damit relativ groß wird (zum Vergleich: der Vollmond hat ungefähr einen Durchmesser von 30 Bogenminuten), sind keine Oberflächenstrukturen zu erkennen, da sie von einer dichten Wolkendecke verhüllt wird. 

Im Teleskop zeigt Jupiter die farbigen Wolkenbänder in seiner oberen Atmosphäre. Gut zu beobachten sind auch die vier größten Monde des Jupiter - Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Sie sind bereits in einem Fernglas neben dem hellen Jupiter als kleine "Sternchen" zu erkennen.

Saturn bietet im Teleskop einen beeindruckenden Anblick. Gut zu erkennen ist das Ringsystem.

 

Der Sternenhimmel Anfang November gegen 18.00 Uhr in südöstlicher Richtung.

Im Osten sind Fische und Widder aufgegangen. Darüber steht Pegasus, das geflügelte Pferd aus der griechischen Sage. An das große Rechteck des Pegasus schließt sich Andromeda an. Östlich (links) davon steht Perseus.

Der Sternenhimmel Anfang November gegen 18.00 in nördlicher Richtung.

Der Große Bär steht tief über dem nordwestlichen Horizont. Seine sieben hellsten Sterne bezeichnen wir auch als den "Großen Wagen", weil die Form leicht einprägsam ist. Der offizielle Name lautet jedoch Großer Bär.

Höher am Himmel steht der Kleine Bär, auch Kleiner Wagen genannt. Der Hauptsern des Kleinen Bären ist Polaris, der Polarstern. Die nördliche Verlängerung unserer Erdachse zeigt ziemlich genau in Richtung des Polarsterns. Wenn sich die Erde an einem Tag um die eigene Achse dreht, sieht es so aus, als drehen sich alle Sterne - und auch die Sonne - im Gegenuhrzeigersinn um den Polarstern. Da der Polarstern fast genau im Norden steht, kann man ihn das ganze Jahr über als Kompass benutzen. 

Um den Kleinen Bären herum windet sich der Drache.

In nordöstlicher Richtung stehen die auffällige Kassiopeia - wegen ihrer Form auch das "Himmels-W" genannt - und der unauffällige Kepheus. Der griechischen Sage nach waren Kassiopeia und Kepheus die Eltern der Andromeda

Am nordöstlichen Horizont geht Perseus auf. In  der Hand hält er das Haupt der Medusa, das er ihr abgeschlagen hat.

 

Der Sternenhimmel Anfang November gegen 22.30 Uhr in Richtung Südosten.

Im Osten geht der Orion auf. Aufgrund seiner drei "Gürtelsterne", und den hellen Sternen Beiteigeuze und Rigel, ist seine Form leicht einprägsam. 

Übe Orion steht der Stier mit seinem Hauptstern, dem rötlichen Aldebaran.

Oberhalb des hellen Aldebaran wird ein kleine Gruppe von Sternen sichtbar, deren Anordnung in etwa an den Großen Wagen erinnern. Das sind die "Plejaden", auch Siebengestirn genannt. Die Plejaden sind eine Ansammlung von Sternen, ein Offener Sternhaufen, in ca. 430 Lichtjahren Entfernung.

 

 

Der Sternhimmel Anfang November in östlicher Richtung gegen 2.00 Uhr morgens.

Nach Orion geht der Große Hund, sein Jagdbegleiter, im Südosten auf. Hauptstern des Großen Hundes ist Sirius, der hellste Stern, den wir am Himmel sehen können. Sirius ist eigentlich kein besonders großer oder leuchtkräftiger Stern. Er ist "nur" etwa doppelt so groß wie unsere Sonne und hat die 20fache Leuchtkraft wie diese. Mit einer Entfernung von 8,5 Lichtjahren ist er jedoch relativ nah und er erscheint uns deshalb so hell. Zum Vergleich: Rigel, der helle "Fußstern" im Orion ist ca. 850 Lichtjahre entfernt. Er besitzt den 70fachen Durchmesser und die 80.000fache Leuchtkraft unserer Sonne.

Nordöstlich (links oberhalb) von Orion sehen wir die Zwillinge, mit den hellen Hauptsternen Castor und Pollux, darunter den unauffälligen Krebs.

Im Osten geht das Frühjahrsternbild Löwe auf.

 

Der Sternhimmel Anfang November in östlicher Richtung gegen 6.30 Uhr morgens.

Vor Sonnenaufgang geht das ausgedehnte Frühjahrsternbild Jungfrau im Osten auf.

Östlich davon steht der Bärenhüter mit dem auffallenden Stern Arktur. Zu Arktur gelangt man, in dem der Linie der Sterne Alioth, Mizar und Alkaid folgt. Die Sterne formen den Schwanz des Großen Bären (bzw. die Deiches des Großen Wagens).