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Der Sternenhimmel im März 2021

Hier ist eine Übersicht über den Sternenhimmel in diesem Monat. Die Grafiken wurden mit der Freeware Stellarium erstellt. Die Aufnahmen der Planeten entstanden am Teleskop der Aachener Sternwarte. Beim Klicken auf die Bilder werden diese vergrößert.

Der Sternenhimmel Anfang März gegen 19.00 Uhr in südwestlicher Richtung.

Nach Sonnenuntergang stehen die Wintersternbilder Stier, Fuhrmann, und Zwillinge in südlicher Richtung hoch am Himmel.

Auffallend ist Orion, der Himmelsjäger. Seine drei "Gürtelsterne" (Alnilam, Alnitak und Mintaka), die hellen "Schultersterne" Beteigeuze und Bellatrix, sowie Rigel an seinem "Fuß" bilden eine sehr einprägsame Form am Himmel.

Tief am Horizont jagt der Große Hund den Hasen. Sirius, der Hauptstern des Großen Hundes, ist der hellste Stern am Nachthimmel.

Die Herbststernbilder Pegasus, Andromeda, Fische und Widder gehen im Westen unter.

Im Stier ist in diesem Monat der helle Planet Mars unterwegs.

Der Sternenhimmel Anfang März gegen 19.00 in nördlicher Richtung.

Im Nordosten steht der Große Bär tief über dem Horizont. Die sieben hellsten Sterne werden auch als der "Große Wagen" bezeichnet. Die offizielle Bezeichnung des Sternbildes lautet allerdings Großer Bär.

Neben dem Großen Bären steht der Kleine Bär. Seine Schwanzspitze markiert den Polarstern. Die nördliche Achse der Erde zeigt ziemlich genau in Richtung des Polarsterns. Daher drehen sich im Laufe einer Nacht - und natürlich auch am Tag - alle Sterne und die Sonne um den Polarstern herum.

Um den Kleinen Bären herum windet sich der Drache.

Im Osten geht das Frühjahrssternbild Löwe auf.

 

Der Sternenhimmel Anfang März gegen 1.00 Uhr morgens in südlicher Richtung.

In südlicher Richtung steht das Wintersternbild Krebs hoch am Himmel.

Im Osten sind die Frühjahrssternbilder Löwe und Jungfrau aufgegangen. Der Löwe hat eine einprägsame Form und erinnert tatsächlich an eine liegende Raubkatze - wobei die Form auch schon mal als Maus oder Bügeleisen beschrieben wird. Hauptstern des Löwen ist der helle Regulus (lateinisch: Prinz). Regulus ist 80 Lichtjahre entfernt und leuchtet 140mal heller als unsere Sonne. Er ist kein Einzelstern, wie unsere Sonne. Vielmehr handelt es sich um ein Mehrfachsystem, bestehend aus fünf Sternen. Zwei der Begleiter kann man bereits in einem Fernglas erkennen. Der Hauptstern des ausgedehnten Sternbildes Jungfrau ist Spica (lateinisch: Kornähre). Spica ist 250 Lichtjahre entfernt und ist 2300mal heller als unsere Sonne. Es handelt sich um ein Doppelsternsystem. Beide Sterne stehen jedoch so nahe beieinander, dass sie im Teleskop optisch nicht getrennt werden können.

Anfang März wandert der abnehmende Mond durch das Sternbild Jungfrau.

Tief am Horizont stehen die unscheinbaren Sternbilder Wasserschlange, Sextant, Becher, Rabe und Luftpumpe. Die eher unbekannte Wasserschlange ist das größte Sternbild am Himmel. Da die Wasserschlange - mit Ausnahme des Hauptsterns Alphard - keine hellen Sterne enthält, ist sie wenig auffallend. Man braucht schon einen dunklen mondlosen Himmel, um sie zu identifizieren. Der Sextant und die Luftpumpe sind - anders als die vorgenannten Sternbilder - keine "klassischen" Sternbild, die wir aus der Antike übernommen haben. Es sind vielmehr technische Gerätschaften, die im 17. Jahrhundert modern waren und deshalb in Sternkarten aufgenommen wurden.

 

Auch im März ist der Planet Mars noch auffallend hell. Augrund seines rötlichen Lichtes wird er auch der "Rote Planet" genannt. Allerdings hat sich sein Abstand zur Erde auf über 220 Millionen Kilometer vergrößert. Im Teleskop erscheint er nur noch als kleines Scheibchen, auf dem kaum noch Details zu erkennen sind.

Mars wandert Anfang März vom Widder in den Stier. Er zieht südlich an den Plejaden vorbei. Am 4. März beträgt der Abstand nur 3°. Die Plejaden sind ein offener Sternhaufen in 400 Lichtjahren Entfernung. Sie werden auch als das "Siebengestirn" bezeichnet. Tatsächlich bestehen die Plejaden aus Hunderten von Sternen. Sechs bis neun der Sterne sind so hell, dass sie bereits mit bloßem Auge erkennbar sind. In einem Fernglas oder einem Teleskop bieten die Plejaden einen sehr schönen Anblick.

Am 19. März zieht der zunehmende Mond zwischen Mars und Aldebaran, dem Hauptstern des Stiers, hindurch.

Der Kopf des Stiers bildet ein V und ist daher leicht zu identifizieren. Diese V-förmig angeordneten Sterne gehören ebenfalls zu einem offenen Sternhaufen, den Hyaden - auch "Regengestirn" genannt. Die Hyaden bestehen aus mehreren Hundert Sternen. Fünf davon sind mit bloßem Auge erkennbar. 

Der rötliche Aldebaran markiert das Auge des Stiers. Er gehört physikalisch nicht zu den Hyaden, da er sich mit einem Abstand von "nur" 66 Lichtjahren viel näher an unserer Sonne befindet, als die etwa 150 Lichtjahre entfernten Hyaden.

Am 20. März ist Frühjahrs-Tagundnachtgleiche. Die Sonne erreicht auf ihrer Bahn den Himmelsäquator.

Zur Zeit der Tagundnachtgleichen sind Tag und Nacht überall auf der Erde gleich lang. Die Sonne geht genau im Osten auf und im Westen unter. Von den Polen der Erde aus betrachtet, wandert die Sonne genau am Horizont entlang.