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Der Sternenhimmel im November 2020

Hier ist eine Übersicht über den Sternenhimmel in diesem Monat. Die Grafiken wurden mit der Freeware Stellarium erstellt. Die Aufnahmen der Planeten entstanden am Teleskop der Aachener Sternwarte. Beim Klicken auf die Bilder werden diese vergrößert.

Der Sternenhimmel Mitte November gegen 17.30 Uhr.

Nach Sonnenuntergang steht das ausgedehnte Sternbild Schlangenträger in südwestlicher Richtung tief über dem Horizont.

Darüber steht der Adler mit dem hellen Stern Altair. Westlich (rechts) vom Adler sehen wir die Leier mit der hellen Wega. Darüber steht der Schwan mit den hellen Sternen Sadr und Deneb.

Westlich über dem Schlangenträger kämpft der legendäre Held Herkules mit der neunköpfigen Hydra. Darüber steht der Drache.

Im Nordwesten steht der Großen Bär. Die sieben hellsten Sterne werden auch als der "Große Wagen" bezeichnet. Die offizielle Bezeichnung des Sternbildes lautet allerdings Großer Bär.

Die Planeten Jupiter und Saturn sehen wir in diesem Jahr als helle "Sterne" im Sternbild Schütze.

 

Jupiter, größter Planet des Sonnensystems, ist auffallend hell. Im Teleskop erkennt man Wolkenbänder in seiner Atmosphäre und seine vier größten Monde. 

Nicht ganz so hell, aber ebenfalls auffallend ist Saturn, der Ringplanet. Im Teleskop zeigen sich sein faszinierendes Ringsystem und seine größten Monde.

Der Sternenhimmel Mitte November gegen 17.30 in südöstlicher Richtung.

Tief über dem südöstlichen Horizont sind die Tierkreiszeichen Steinbock, Wassermann, Fische und Widder aufgegangen. Darüber sehen wir das geflügelte Pferd Pegasus und die Prinzessin Andromeda, die von Perseus gerettet wurde. Den Perseus sehen wir östlich (links) von ihr - er hält das abgeschlagene Haupt der Medusa in der Hand.

Im Osten ist der Planet Mars aufgegangen. Mars ist auffallend hell und wird wegen seines rötlichen Lichts auch der "rote Planet" genannt.

Mars erreichte im Vormonat seine Oppositionsstellung im Sternbild. Er stand zu diesem Zeitpunkt – von der Erde aus gesehen – der Sonne genau gegenüber. Die Zeit um die Opposition bietet die beste Gelegenheit, einen Planeten zu beobachten, da er der Erde relativ nahe ist und die ganze Nacht über sichtbar ist. Im Teleskop erscheint Mars als kleines Scheibchen, auf dem dunkle Strukturen und eine helle Polkappe erkennbar sind.

Der Sternenhimmel Mitte November gegen 22.30 Uhr in Richtung Osten.

Später in der Nacht gehen die Wintersternbilder auf. Hauptstern des Stiers ist der rötliche Aldebaran.  Die hellsten Sterne in den Zwillingen sind Castor und Pollux. Darüber steht der Fuhrmann mit dem hellen Stern Capella. Auffallend ist der Orion, mit den hellen Sternen Beteigeuze und Rigel und den drei "Gürtelsternen".

Der Sternenhimmel Mitte November gegen 6.30 Uhr morgens.

Am frühen Morgen sehen wir in Richtung Südosten die Tierkreiszeichen Krebs, Löwe und Jungfrau.

Tief über dem südwestlichen Horizont steht der Große Hund. Sein Hauptstern Sirius ist der hellste Fixstern am Himmel. 

Ebenfalls auffallend hell ist der Stern Prokyon im Kleinen Hund. Darunter steht das unauffällige Einhorn.

Vor Sonnenaufgang geht die Venus als strahlend heller Morgenstern im Osten auf.

Bis zum 23. November ist der Planet Merkur mit bloßem Auge sichtbar. Der innerste Planet des Sonnensystem ist schwierig zu beobachten, da er sich - von der Erde aus gesehen - immer in der Nähe der hellen Sonne  bewegt und von ihrem Licht überstrahlt wird. In diesem Monat ergibt sich die seltene Gelegenheit zur Beobachtung.