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Hier bekommt ihr einige Informationen aus unserer Reihe: "Planeten kurz erklärt" über den Planeten Venus als Video aufbereitet von unserer Mitarbeiterin Jessi...

Venus im Frühjahr

© Dirk Beba

Seit ein paar Wochent steht Venus in der Dämmerung als gleißend heller  "Abendstern" am Himmel, bis sie dann ein paar Stunden nach der Dämmerung tief im Westen untergeht. Unser Nachbarplanet zeigt im Teleskop ein Scheibchen mit einer deutlichen Phase, das durch die Luftunruhe mehr oder weniger stark verzerrt wird.

Diesen Anblick im Teleskop zeigt folgendes Video, das Dirk Beba am Refraktor der Sternwarte Aachen bei 8"/f15 mit einer ZWO ASI 178 mm aufgenommen hat.

© Dirk Beba

Wenn man mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Autostakkert die besten und schärfsten 20 % der Videoeinzelbilder aufsummiert, dann erhält man ein relativ rauschfreies und scharfes Abbild der Venus, was dann noch nachbearbeitet und geschärft werden kann.

© Dirk Beba

Wenn man nun dieses Procedere über Wochen wiederholt, dann kann beobachten, wie das Venusscheibchen immer größer aber schmaler und immer mehr zu einer Sichel wird. Dirk Beba hat die Venus vom 23.03.2020 bis zum 21.04.2020 aufgenommen und die Bilder zu einem kleinen Panorama zusammengestellt.

Das letzte Bild wurde am 29.05.2020 aufgenommen, es zeigt Venus als schmale Sichel. Auch dieses Bild wurde mit Hilfe eines Videos und einer Kamera, ZWO ASI 120 mm am Teleskop der Sternwarte Aachen gewonnen. Aus 2000 Einzelbildern hat H.-P. Bartz-Kracht die besten 10% mit dem Programm Autostakkert verrechnet und aufsummiert. Das Finishing erfolgte mit Photoshop. Die Venus war 7° von der Sonne entfernt und nur zu 0,73 % beleuchtet.

Venus in den Plejaden

© Günther Bendt

Anfang April wanderte der helle Planet Venus vor dem offenenen Sternaufen der Plejaden vorbei. Günther Bendt von der Sternwarte Aachen hat dieses Ereignis im Bild festgehalten.

Dazu fertigte er mit einem Tokina 100mm Makro-Objektiv und einer Spiegelreflexkamera 16 Aufnahmen á 1,3 Sekunden Belichtungszeit bei ISO 400 an. Die Kamera wurde nicht nachgeführt, sondern stand fest auf einem Stativ. Die Aufnahmen wurden am PC mit dem Programm Deep Sky Stacker übereinander gelegt (gestackt), um das sogenannte Bildrauschen zu vermindern. Hier ist ein Ausschnitt aus dem Ergebnis zu sehen mit der alles überstrahlenden Venus und den bläulichen Sternen der Plejaden.

Die Venus war zu diesem Zeitpunkt etwa 94 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Die Plejaden sind dagegen etwa 400 Lichtjahre entfernt. Die Plejaden werden auch Siebengestirn genannt und sehen in etwa aus wie der große Wagen "in klein". Mit bloßem Auge sind 6 bis 9 Sterne erkennbar. Lang belichtete Aufnahmen zeigen etwa 500 Sterne.