Die diesjährige Exkursion des astronomischen Arbeitskreises führte zum Astropeiler Stockert in der Nähe von Bad Münstereifel.

Das Radioteleskop wurde 1956 in Betrieb genommen. Die bewegliche Antenne hat einen Durchmesser von 25 Metern und wiegt 90 Tonnen.

Bis 1993 nutzten die Uni Bonn und das Max-Planck-Institut für Radioastronomie die Anlage zu Forschungs- und Ausbildungszwecken. Seit 1999 steht die Anlage mit ihrer bemerkenswerten Architektur unter Denkmalschutz. Derzeitiger Eigentümer ist die NRW-Stiftung.

1996 wurde ein Förderverein gegründet, der heutige "Astropeiler-Stockert e.V". Nach der Sanierung der Anlage hat der Verein die komplette Steuerungstechnik überarbeitet und führt heute wieder wissenschaftliche Arbeiten durch.

Unsere Exkursion begann mit einer Einführung in die Radioastronomie.

Radioteleskope sind wetterunabhängig, da die Radiostrahlung aus dem All die irdischen Wolkenschichten durchdringt. So konnte trotz bewölktem Himmel die Antenne ausgerichtet werden...

... und die Signale eines viele Lichtjahre entfernten Pulsars auffangen. Pulsare sind Überreste einer Supernovaexplosion. Dabei gibt ein schnell rotierender Neutronenstern gebündelte Signale ab.

Die Anlage wurde besichtigt. Durch die drehbare Welle...

...ging es nach oben...

...zum Antrieb...

... und zur Antenne.

Anschließend wurde das kleine Museum besichtigt. Hier kann der geschichtliche und technische Werdegang der Anlage nachvollzogen werden.

 

 

Die Geschichte von Elke Fischer ist eng mit dem Astropeiler verbunden. Kurz nach Inbetriebnahme des Radioteleskops wurde sie geboren. Beide Eltern arbeiteten beim Astropeiler und wohnten in der unmittelbaren Nähe. So verbrachte sie dort ihre Kindheit und hatte Gelegenheit, jeden Winkel der Anlage zu erforschen.

Heute ist sie Mitglied des Fördervereins, organisiert Führungen und führt selber Besucher durch die Anlage.

Insgesamt war der Besuch des Astropeilers hochinteressant. Auch versierte Amateurastronomen konnten dabei viel Neues erfahren. 

Ein Besuch der Anlage ist sehr zu empfehlen. Einzelheiten zu Führungen und sonstigen Veranstaltungen findet man hier.

Fotos: Dirk Beba, Lukas Middendorf, André Müller, Oliver Pooth, Helga Rohs, Kurt Schaefer



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