Gemeinsam mit der VHS Aachen organsisierte das Bürgerforum RWTH Extern der Technischen Hochschule Aachen im April 2015 die Vortragsreihe "In die Weiten des Weltalls".

Im Mittelpunkt standen die Missionen unbemannter Raumsonden, die ausgesandt wurden, um unser Sonnensystem zu erkunden.

In Science-Fiction-Filmen werden abenteuerliche Reisen durch Raum und Zeit präsentiert, die oft die Naturgesetze ignorieren.

Am ersten Abend der Reihe stellte Prof. Dr. Thomas Hebbeker, Lehrstuhl für Experimentalphysik III der RWTH, die astrophysikalischen Grundlagen, Möglichkeiten und Beschränkungen für Raumflüge vor. Verschiedene Antriebsarten und damit erreichbare Geschwindigkeiten wurden diskutiert. Die Bahnen, auf denen Raumsonden unser Planetensystem durchfliegen, wurden vorgestellt.  

Auf dem Programm stand auch ein Besuch der Sternwarte Aachen. Dipl.-Ing. Jürgen Balk erläuterte den Sternenhimmel anhand eines Planetariumprogrammes. Dipl.-Ing. Kurt Schaefer stellte die Missionen der Raumsonden Dawn und New Horizons vor, die die Zwergplaneten Ceres und Pluto erkunden sollen. Da das Wetter mitspielte, konnten die Besucher zum Abschluss den Planeten Jupiter mit dem großen Fernrohr der Sternwarte beobachten.

Im Vortragsraum der Sternwarte

Am dritten Abend erläuterte Prof. Dr.-Ing. Bernd Dachwald, Institut für Luft- und Raumfahrt der RWTH Aachen, die Geschichte der Erforschung des Sonnensystems und die dafür erforderlichen technischen Grundlagen. Darüber hinaus wurde die Zukunft der interplanetaren Raumflüge erörtert.

Prof. Dr. Dachwald im Kármán-Auditorium der RWTH

Am letzten Abend stellte Dr. Koen Geurts, Technical Manager beim DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) Köln, die Raumsonde „Rosetta“ und den Kometenlander „Philae“ vor. Die Mission Rosetta der europäischen Weltraumorganisation ESA soll die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems erforschen, indem sie einen der ältesten und ursprünglichsten Himmelskörper, einen Kometen, untersucht. Das DLR hatte wesentliche Anteile beim Bau des Landers Philae und betreibt das Lander-Kontrollzentrum, das die komplizierte und bisher noch nie gewagte Landung auf einem Kometen im November 2014 vorbereitet und betreut hat. Der Vortrag von Dr. Geurts veranschaulichte die Mission unter anderem anhand von Foto- und Filmbeispielen. Die zahlreichen Zuhörer hatten die Gelegenheit, aus erster Hand Einzelheiten zur schwierigen Landung von Philae auf dem Kometen Tschuriomov-Gerasimenko zu erfahren.

Dr. Geurts im Kármán-Auditorium


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