John Dobson, ein bekannter amerikanischer Amateurastronom, verstarb am 15.01.2014 im hohen Alter von 98 Jahren. Dobson war Konstrukteur eines heute weit verbreiteten Teleskoptyps (Dobson-Teleskop) und Mitbegründer der „Sidewalk-Astronomer“ (Gehweg-Astronomen). Dabei stellen Astronomen ihre Teleskope einfach auf dem Gehweg auf und lassen Passanten einen Blick in den Himmel werfen.

Zum Gedenken an John Dobson wurde am 08.03.2014 weltweit Sidewalk-Astronomy betrieben. Die Amateurastronomen  des Arbeitskreises der Sternwarte machten mit!

Ab Samstagmittag wurden Teleskope im Aachener Elisengarten aufgestellt. Bei herrlichstem Frühjahrswetter konnten Passanten die Sonne im Weißlicht und im Licht des Wasserstoffes (H-alpha) beobachten.

Aufbau (Foto: Kurt Schaefer)
Sonnenbeobachtung (Foto: André Müller)

Viele Passanten beobachteten zum ersten mal die Sonne in einem Teleskop. Die Mitglieder des Arbeitskreises der Sternwarte erklärten die physikalischen Vorgänge auf unserer Sonne.

Teleskop mit Objektivfilter (Foto: Kurt Schaefer)

Die Teleskope waren mit speziellen Filtern ausgestattet worden, um das Sonnenlicht zu dämpfen. Vorsicht: Niemals die Sonne mit dem Fernglas oder Teleskop ohne Filter beobachten! Das gebündelte Sonnenlicht kann die Netzhaut des irreparabel beschädigen.

Spezielle Filterfolie dämpft das Sonnenlicht (Foto: Christof Zander)
Ein handliches Reisetelskop und sein Besitzer (Foto: Christof Zander)
Ebenfalls ein weit gereistes Teleskop... (Foto: Christof Zander)
... und sein Besitzer (Foto: Christof Zander)

Ein H-alpha-Teleskop ist eigens für die Sonnenbeobachtung konstruiert. Es lässt nur das tiefrote Licht des Wasserstoffes hindurch. So lassen sich Protuberanzen beobachten, die sonst nur bei einer totalen Sonnenfinsternis sichtbar werden.

Sonnenbeobachtung mit einem H-alpha-Teleskop (Foto: Christof Zander)
Sonne im H-alpha-Licht (Foto: André Müller)

Nachmittags war die WDR-Lokalzeit vor Ort und filmte das Geschehen. Von besonderem Interesse war ein selbstgebautes Dobson-Teleskop.

Dobson-Selbstbau (Foto: André Müller)

Bereits am Nachmittag zeigte sich der zunehmende Halbmond.

Der Mond über dem Elisenbrunnen (Foto: Kurt Schaefer)
Der Mond wird anvisiert (Foto: Christof Zander)
Mond am Taghimmel (Foto: Christof Zander)

Nach Sonnenuntergang wurden besonders Mond und Jupiter ausgiebig beobachtet.

Abendstimmung (Foto: Kurt Schaefer)

Die Besucher waren fasziniert, wie detailreich sich die Mondoberfläche im Teleskop zeigt. Für Staunen sorgten auch die Jupitermonde, die in einer Reihe neben dem Riesenplaneten standen.

Abendstimmung (Foto: Kurt Schaefer)

Durch den Bericht in der Lokalzeit neugierig geworden, suchten etliche Aachener abends den Elisengarten auf.

Bis 22.00 Uhr wurde beobachtet, dann wurden die Teleskope abgebaut. An diesem Tag schauten mehrere hundert Menschen von der Aachener Innenstadt aus in den Weltraum.

Der John Dobson-Gedenktag war ein voller Erfolg!

Spätabends (Foto: Kurt Schaefer)


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