Der Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) wurde am 15. August 2014 vom australischen Amateurastronomen Terry Lovejoy bei der Auswertung von Fotografien entdeckt. Anfang Dezember 2014 steigerte sich seine Helligkeit so weit, dass er ein leichtes Objekt für den Feldstecher wurde. Zu diesem Zeitpunkt war er allerdings nur von südlichen Breiten aus sichtbar. Ende Dezember führte ihn seine Bahn in nördlichere Himmelsregionen, so dass er auch von Deutschland aus gesehen werden konnte. Lovejoy wanderte am hellen Orion vorbei durch die Sternbilder Eridanus, Stier, Widder, Dreieck, Andromeda und Kassiopeia.

Am 7. Januar zog er  in 70 Millionen Kilometern Abstand an der Erde vorbei. Seine größte Helligkeit erreichte Komet Lovejoy Mitte Januar. Am 30. Januar durchlief er den sonnennächsten Punkt seiner Bahn (das Perihel). Sein Abstand zur Sonne betrug zu diesem Zeitpunkt 193 Millionen Kilometer.

Komet Lovejoy am 14.01.2015, aufgenommen bei Aachen Orsbach mit 50 mm Brennweite und 30 Sekunden Belichtung; Komposit aus vier Aufnahmen. Der Komet mit seiner grünlichen Koma ist rechts unten im Bild. Der helle Stern links ist Aldebaran im Sternbild Stier. Am oberen Bildrand ist der Sternhaufen der Plejaden sichtbar (zum Vergrößern anklicken; Autor: Dirk Beba)

Mitte Januar konnte er an einem dunklen Standort (ohne störende künstliche Belechtung) mit bloßem Auge als nebliges Fleckchen wahrgenommen werden. Im Fernglas und im Fernrohr war die Gashülle (die Koma) gut erkennbar. Der schwach leuchtende Ionenschweif wurde erst auf länger belichteten Fotografien (mehrere Sekunden Belichtungszeit) sichtbar.

Komet Lovejoy am 17.01.2015, aufgenommen an der Sternwarte Aachen mit 420 mm Brennweite und 30 Sekunden Belichtungszeit. Komposit aus 60 Aufnahmen. Da der Komet sich während der Aufnahmen deutlich vor den Sternen weiter bewegte, sind die Sterne zu Strichspuren verzogen (zum Vergrößern anklicken; Autor: Kurt Schaefer)

Komet Lovejoy wird bis in den März 2015 hinein im Teleskop sichtbar bleiben. Er wandert dabei langsam durch die Kassiopeia. Da sich sein Abstand von der Sonne ständig vergrößert, wird er jedoch kein auffallendes Himmelsobjekt mehr sein.



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