Mondfinsternis 2011 an der Sternwarte Aachen

Die Wetterbedingungen waren am Abend der Mondfinsternis alles andere als gut, dennoch hatten sich noch vor Beginn des erwarteten Himmelsschauspiels etliche Beobachtungswillige an der Sternwarte eingefunden. In der noch verbleibenden Zeit wurde mit zwei Vorträgen auf das Thema Mondbedeckung eingegangen, im Ersten vom Aspekt der Himmelsgeometrie aus, während im Zweiten interessante Ausführungen zur Benutzung von Mondfinsternissen bei der Navigation der neuzeitlichen Entdeckungsfahrer gemacht wurden.

Als der Zeitpunkt des theoretischen Mondaufgangs gekommen war, hatten sich zunehmend immer mehr Astronomie-Interessierte eingefunden und sich auf der Treppe und auf dem Umgang der Beobachtungskuppel positioniert. Die Geduld der zwischenzeitlich wohl auf 80 Personen angewachsene Gruppe wurde auf eine harte Probe gestellt, denn Wolkenbänke im Osten verwehrten hartnäckig den Blick auf den aufgehenden Mond.

© André Müller

Erst gegen Ende der totalen Phase konnte man dann endlich die rötliche Scheibe schwach durch die Wolken hindurch schimmern sehen.

Der Mond zeigt sich (© Kurt Schaefer)

Die totale Phase war schließlich vorüber und der Mond trat aus dem Kernschatten aus und wechselte in den Halbschatten der Erde. Die Wolken lichteten sich und der scharf angeleuchtete, zunehmende Rand des Mondes wurde jetzt deutlich durch den Dunst hindurch erkennbar.

Der Mond tritt aus dem Kernschatten aus (Matthias Kranich)

Es waren keine optimalen Bedingungen, dennoch wurde das bescheidene Beobachtungsergebnis mit Begeisterung bedacht, denn der Beobachtungsabend war von den Temperaturen und der Stimmung her angenehm.

Der Mond im Halbschatten (© André Müller)


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