Deepsky

Milchstraße
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												Wie viele Sterne sieht man mit bloßem Auge?<br>
												In einer klaren mondlosen Nacht, fernab von jeder künstlichen Beleuchtung
												kann man etwa 3000 Sterne erkennen. Man sieht dann auch deutlich das Band
												der Milchstraße, die sich über den ganzen Himmel zieht. <br><br>
												Die Milchstraße ist unsere kosmische Heimat. Sie ist ein riesiges scheibenförmiges
												Gebilde, mit einem Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren. Sie enthält die
												unvorstellbare Zahl von etwa 200 Milliarden Sternen. Alle Sterne, die wir am Himmel
												sehen – dazu gehört auch unsere Sonne - sind Teil der Milchstraße. <br><br>
												Der Anblick eines tiefdunklen Nachthimmels ist ein faszinierendes Erlebnis.
												Leider wird es immer schwieriger, dieses Naturschauspiel zu erleben. Der Grund dafür
												ist die rasant zunehmende künstliche Beleuchtung, die den Nachthimmel erhellt und das
												Licht der Sterne verblassen lässt. Große Städte und Gewerbegebiete hellen den Himmel
												im Umkreis von vielen Kilometern auf, so dass nur noch die hellsten Sterne zu sehen sind.
												In Deutschland gibt es nur noch wenige Orte, an denen man Himmel ungestört beobachten kann. <br><br>
												Die hier gezeigte Aufnahme entstand in der Schweiz. Der helle Stern in der Bildmitte
												ist Deneb im Sternbild Schwan. Die Sterne im Band der Milchstraße sind so weit entfernt,
												dass sie erst im Teleskop als Einzelsterne sichtbar werden. Mit bloßem Auge erscheinen sie
												als milchige Wolke.
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												Aufnahmeort: Schweiz; 03.08.2010; 17mm Objektiv; Canon 500D;
												ISO 1600; 20 Aufnahmen mit je 30 Sekunden Belichtung
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												Autor: ©Dr. Thomas Hebbeker
Milchstraße
Milchstraßenzentrum
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												Das Zentrum unserer Galaxie befindet sich in Richtung des Sterbildes Schütze. In einer dunklen, mondlosen Nacht -
												abseits der hellen Lichter einer Ortschaft - kann man das Zentrum als helle 'Verdickung' der Milchstraße ausmachen.
												Neben den hellen Regionen sind dunkle Gebiete sichtbar. Hier versperren uns riesige Wolken aus Gas und Staub den
												Blick auf die dahinter liegenden Sterne.
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												Die Aufnahme entstand in der Mojave-Wüste von Kalifornien. In der klaren trockenen Luft der Wüste, viele Kilometer
												von einer Ortschaft entfernt, herrschen ideale Beobachtungsbedingungen.
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												Aufnahmeort: Joshua Tree Nationalpark, USA; 11.06.2012; Canon 450Da; 17-40 mm-Objektiv; ISO 800; 10 Aufnahmen mit je 30
												Sekunden Belichtungszeit; gestackt mit Deep-Sky-Stacker; nachbearbeitet mit Photoshop
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												Autor: ©Kurt Schaefer
Milchstraßenzentrum
Sommer
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												Eine Sommernacht Anfang Juni. <br>
												Auffallend sind die hellen Sterne Deneb im Sternbild Schwan (links oben im Bild), Wega in der Leier
												(rechts oben) und Atair im Adler (unterhalb der Bildmitte). Die drei Sterne bilden das 'Sommerdreieck'.
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												Quer durch die Sternbilder zieht sich das Band der Milchstraße.
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												Aufnahmeort: Eifel; 02.06.2011; Canon 450D; 18-55mm-Objektiv; ISO 800; 4 Aufnahmen mit je 300 Sekunden Belichtungszeit
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												Autor: ©Kurt Schaefer
Sommer
Spätsommer
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												Die Milchstraße im Spätsommer. Das Sternbild Leier mit dem hellen Stern Wega steht tief am Horizont (rechts
												unten im Bild). Die helle Region links unten im Bild ist die Schildwolke im Sternbild Schild. Die Aufnahme
												entstand in den Alpen in 2.000 m Höhe.
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												Aufnahmeort: Bieler Höhe, Österreich; 15.09.2012; 22.00 Uhrt MESZ; Canon 450Da; 17-40 mm-Objektiv; ISO 800; 10 Aufnahmen mit je 3
												Minuten Belichtungszeit; gestackt mit Deep-Sky-Stacker; nachbearbeitet mit Photoshop
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Spätsommer
Spätsommer
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												Der Himmel an einem Abend im August in nordöstlicher Richtung. Gut erkennbar sind die auffallende Kassiopeia
												und der Schwan. Durch die Sternbilder zieht sich das Band der Milchstraße. In einer dunklen, mondlosen Nacht
												lohnt es sich, diesen Bereich der Milchstraße mit einem Fernglas zu durchstreifen. Man kann dort einige
												Sternhaufen, Nebel und Dunkelwolken beobachten.
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												Südlich der Kassiopeia findet man einen Doppelsternhaufen, der nach den griechischen Buchstaben h und chi
												benannt ist und zum Sternbild Perseus gehört. Im Fernglas bietet er einen prächtigen Anblick.
												Die Sternhaufen sind etwa 8.000 Lichtjahre entfernt und bestehen jeweils aus etwa 300 Sternen.
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												Im Osten gehen die Herbsternbilder Pegasus und Andromeda auf. <br>
												Im westlichen Teil des Pegasus kann man mit einem Teleskop den 30.000 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen M 15
												beobachten.<br>
												In der Andromeda kann  man in einer dunklen Nacht schon mit bloßem Auge ein nebliges Fleckchen ausmachen. Dies
												ist die Andromedagalaxie (M31) in über 2 Millionen Lichtjahren Entfernung.
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												Gerade aufgegangen ist der helle Planet Jupiter, der sich 2010 langsam durch das Sternbild Fische bewegt.
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												Auf dem Foto wurden die hellsten Sterne nachbearbeitet und vergrößert, um die Sternbilder deutlicher zu machen.
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												Aufnahmeort: Kelmis; 14.08.2010; Canon 500D; 10mm-Objektiv; ISO 1600; 4 Aufnahmen mit je 68 Sekunden Belichtungszeit
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												Autor: ©Dr. Thomas Hebbeker
Spätsommer
Spätsommer Sternkarte
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												Auf diesem Bild sind die Sternbilder des Spätsommers durch Hilslinien kenntlich gemacht. Solche Darstellungen
												findet man auch auf Sternkarten und in astronomischen Jahrbüchern. <br>
												Es gibt außerdem ganz hervorragende Computerprogramme, die den Sternhimmel zu jeder Jahreszeit und für
												jeden Ort auf der Erde zeigen. Ein kostenloses Programm ist z.B. 'Stellarium', dass
												kostenlos im Internet heruntergeladen werden kann.
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												Aufnahmeort: Kelmis; 14.08.2010; Canon 500D; 10mm-Objektiv; ISO 1600; 4 Aufnahmen mit je 68 Sekunden Belichtungszeit
												<br>
												Autor: ©Dr. Thomas Hebbeker
Spätsommer Sternkarte
Winterhimmel
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												Im Laufe des Jahres sehen wir verschiedene Sternbilder am Nachthimmel. Dies kommt daher, dass unsere Erde
												einmal im Jahr um die Sonne herum läuft. In dieser Zeitspanne sehen wir nachts in unterschiedliche
												Bereiche des Himmels.
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												Im Winter erscheinen in Richtung Süden die gut erkennbaren Sternbilder Zwillinge, Stier, Orion und Großer Hund.
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												Die Aufnahme entstand an einem Herbstmorgen, etwa 2 Stunden vor Sonnenaufgang. Die Wintersternbilder standen um
												diese Zeit schon am Himmel. Der helle „Stern“ an der linken unteren Bildecke ist der Planet Venus, der kurz
												vorher als Morgenstern aufgegangen war.
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												Aufnahmeort: Kelmis; 22.09.2009; 10mm Objektiv; Canon 500D;
												ISO 800; 18 Sekunden
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												Autor: ©Dr. Thomas Hebbeker
Winterhimmel
Winterhimmel Sternkarte
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												Wie findet man sich am Himmel zurecht? <br><br>
												Am besten besorgt man sich eine Sternkarte und sucht
												damit die markantesten Sternbilder. An diesen kann man
												sich orientieren und auch die weniger auffallenden
												Sternbilder finden. <br>
												Auf diesem Bild wurden die auf der vorigen Aufnahme
												gezeigten Wintersternbilder markiert und beschriftet.<br>
												Das markanteste Sternbild am Winterhimmel ist der Orion.
												Er ist immer leicht an den drei nebeneinander
												liegenden „Gürtelsternen“ in seiner Mitte zu erkennen. <br>
												Unterhalb des Orion steht der große Hund mit dem sehr
												hellen Stern Sirius. In unseren Breiten zieht der Große
												Hund nur knapp über den Horizont hinweg.<br>
												Nordwestlich (oben rechts) Über dem Orion kann man ein
												liegendes V ausmachen - das ist der Kopf des Stieres
												mit seinen Hörnern. Oberhalb des Stieres fallen die
												Plejaden - das Siebengestirn - ins Auge. Die Plejaden
												sind kein Sternbild, sondern ein offener Sternhaufen <br>
												Von der oberen Hornspitze des Stiers geht der Fuhrmann aus,
												der in etwa einen Kreis darstellt.<br>
												Die auffälligsten Sterne der Zwillinge sind die übereinander
												stehenden Castor und Pollux. Von diesen beiden
												geht jeweils eine Reihe von Sternen aus. Zum Zeitpunkt
												der Aufnahme befand sich ein heller 'Stern' in den
												Zwillingen, der nicht zum Sternbild gehört. Dies
												ist der Planet Mars, der im Herbst 2009 langsam durch die
												Zwillinge zog.<br>
												Leicht zu finden ist auch der Kleine Hund unterhalb der
												Zwillinge – er besteht allerdings nur aus zwei Sternen.
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												Die übrigen Sternbilder, wie der Hase, das Einhorn, der
												Krebs und der Luchs setzen sich aus weniger
												hellen Sternen zusammen und sind daher schwieriger
												am Himmel auszumachen.
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												Aufnahmeort: Kelmis; 22.09.2009; 10mm Objektiv; Canon 500D;
												ISO 800; 18 Sekunden
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												Autor: ©Dr. Thomas Hebbeker
Winterhimmel Sternkarte
Strichspur um Polaris
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												Unsere Erde dreht sich an einem Tag einmal um die eigene Achse. Diese Rotation nehmen wir am deutlichsten durch die Bewegung unserer Sonne wahr, die jeden Tag im Osten aufgeht, in Richtung Süden über den Himmel zieht und abends im Westen untergeht.
												Auch die Sterne gehen auf und unter und ziehen ihre Bahnen über den Himmel.<br>
												Stellt man nachts eine Kamera auf ein Stativ und belichtetet mehrere Minuten lang, wird die Bewegung der Sterne sichtbar.
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												Diese Aufnahme wurde 40 Minuten lang belichtet. Die hellen Sterne haben Strichspuren auf dem Film hinterlassen. Auffallend ist, dass die Sterne sich um einen hellen Punkt herum bewegen. Dies ist der Polarstern (Polaris). Die Verlängerung der Erdachse zeigt ziemlich genau auf diesen Stern. Alle Objekte des nördlichen Himmels bewegen sich (von der Erde aus gesehen) um den Polarstern herum. Da der Polarstern immer im Norden steht, kann man sich an ihm orientieren, wie mit einen Kompass.
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												Aufnahmeort: Eifel; 22.05.2001; Kamera: Nikon F100; Objektiv: 24-105/f3,5-5,6 bei 24/f5,6; Kodak VR; 40 min
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												Autor: ©H.-P. Bartz-Kracht
Strichspur um Polaris
Strichspur um Polaris
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												Diese Aufnahme wurde mit einer größeren Brennweite
												erstellt und zeigt die nähere Umgebung
												des Polarsterns. <br>
												Dabei wird deutlich, dass die Erdachse nicht ganz genau
												auf den Polarstern zeigt. Der Polarstern ist auf dem Foto etwas
												rechts vom Zentrum der Rotation als kurze helle Spur
												sichtbar.
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												Aufnahmeort: Kelmis; 27.08.2009; 60mm Objektiv; Canon 500D;
												ISO 400; 114 Aufnahmen mit je 30 Sekunden Belichtung
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												Autor: ©Dr. Thomas Hebbeker
Strichspur um Polaris
Strichspuren
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												Eine stimmungsvolle Aufnahme, entstanden an der Sternwarte Aachen.
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												Aufnahmeort: Aachen; 07.07.2012; Canon 500D; 10mm-Objektiv; 30 s Belihtung; 121 Aufnahmen mit dem Programm Starmax
												zu einer Strichspuraufnahme zusammengesetzt.
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												Autor: ©Dr. Thomas Hebbeker
Strichspuren
Großer Wagen
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												Das ganze Jahr über ist in unseren Breiten der „Große Wagen“ in nördlicher Richtung
												zu sehen. Sieben helle Sterne formen den Kasten und die Deichsel. <br><br>
												Tatsächlich ist der große Wagen kein eigenständiges Sternbild, sondern nur
												ein Teil des viel größeren Sternbild des Großen Bären. <br>
												Genau genommen heißt das Sternbild Große Bärin (lateinisch: Ursa Major), denn der
												Sage nach wurde die in eine Bärin verwandelte Nymphe Kallisto an den Himmel versetzt.
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												Aufnahmeort Ort: Vogelsberg; Oktober 20122; Canon 60D; 17 – 40 mm; 1 Aufnahme mit 2
												Minuten Belichtungszeit; ISO 800<br>
												Autor: Matthias Kranich
Großer Wagen
Sternbild Orion
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												Ein auffallendes Sternbild am Winterhimmel ist Orion, der „Himmelsjäger“.  In der griechischen Mythologie war Orion
												ein Jäger, um den sich mehrere Sagen ranken. In einer Version stellt er den Plejaden, den schönen Töchtern
												des Titanen Atlas, nach. Orion und die Plejaden wurden als Sterne am Himmel verewigt.  <br>
												Der Orion kann leicht gefunden werden. Markant sind drei nebeneinander stehende Sterne, die den Gürtel des
												Jägers darstellen sollen. Unterhalb der Gürtelsterne befinden sich drei weitere Sterne – das „Schwert“ des
												Orion. Im Winter erhebt Orion sich in südlicher Richtung.
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												Auf langbelichteten Fotografien wird eine rötliche Region sichtbar, die in etwa einen Halbkreis bildet. Es
												handelt sich um 'Barnards Loop' - eine Wolke aus Wasserstoffgas, die zum Leuchten angeregt wird.
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												Der helle 'Stern' rechts oben im Bild ist der Planet Jupiter, der 2012 langsam durch das Sternbild
												Stier wandert.
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												Aufnahmeort Ort: Bieler Höhe; Österreich; 17.09.2012; 03.00 MESZ; Canon 450D; 17 mm; 10 Aufnahmen mit je
												5 Minuten Belichtungsszeit; ISO 800; mit DeepSkyStacker gestackt; bearbeitet mit Photoshopk<br>
												Autor: Kurt Schaefer
Sternbild Orion
Sternbild Orion
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												Die hellsten Sterne des Orion tragen altarabische Namen, wie Beteigeuze
												(übersetzt etwa: die Schulter des Riesen) oder Rigel (Fuß). Dies kommt daher, da die Araber im Mittelalter führend
												in der Astronomie waren und Sternkataloge erstellten. Die arabischen Bezeichnungen der Sterne wurden von den
												westlichen Gelehrten übernommen.
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												Beteigeuze ist ein Roter Riesenstern mit dem 700fachen Durchmesser unserer Sonne! Er hat das Endstadium seiner
												Entwicklung erreicht und wird eines Tages (vielleicht auch erst in hunderttausenden von Jahren) als Supernova explodieren. Beteigeuze ist ca. 400 Lichtjahre entfernt.
												Dies bedeutet, dass das Licht des Sterns 400 Jahre lang unterwegs war, um zu uns zu gelangen. <br>
												Der  helle Stern Rigel ist mit ca. 800 Lichtjahre noch viel weiter entfernt. Rigel ist ein sehr heißer blau-weiß
												leuchtender Riesenstern mit der 100.000fachen Leuchtkraft unserer Sonne.
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												Im 'Schwert' des Orion findet man M42, den berühmten Orionnebel.
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												Aufnahmeort: Aachen; 09.03.2010; Canon 400D; 55 mm, f/4,5; 20 Aufnahmen mit je 8 Sekunden Belichtungszeit mit dem
												Programm DeepSkyStacker übereinander gelegt; die Kamera wurde nicht nachgeführt, sondern stand fest auf einem Stativ.
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												Autor: Kurt Schaefer
Sternbild Orion
Oriongürtel
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												Diese Aufnahme zeigt den Bereich um die drei Gürtelsterne des Orion. <br>
												Der linke Gürtelstern trägt den Namen Alnitak (altarabisch für Gürtel) und ist ca. 800 Lichtjahre entfernt. Um den
												Stern herum sind rötliche Regionen erkennbar. Dies sind der „Flammennebel“ (links vom Stern) und der
												„Pferdekopfnebel“ (unterhalb des Sterns). Es handelt sich um ausgedehnte Gas- und Staubwolken, die sich nur
												scheinbar in der Nähe von Alnitak befinden. Tatsächlich sind sie mit etwa 1500 Lichtjahren fast doppelt so
												weit entfernt und stehen in keiner Verbindung zu dem Stern. <br>
												Der rotempfindliche Film hat die Wolken sichtbar gemacht. Mit dem bloßen Auge oder dem Amateurteleskop sind sie nicht auszumachen. <br>
												Unterhalb der Gürtelsterne sind mit dem bloßen Auge drei weitere Sterne sichtbar, die das Schwert des Orion
												darstellen sollen. In Richtung des mittleren Schwertsterns liegt der Orionnebel. Auf dem Foto tritt er
												als hellroter Fleck deutlich hervor. Auch hier ist der fotografische Eindruck ein anderer als der visuelle:
												Mit einem Fernglas nimmt man den Orionnebel als milchiges, nebliges Fleckchen wahr. Im Teleskop erscheint er als leicht grünlicher Nebel.
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												Aufnahmeort: Calar Alto, Südspanien auf 2100 m ü. NN;
												März 2000;
												200mm, f/4; Kodak E200, auf 1000 ASA entwickelt;
												10 min.<br>
												Autor: Georg Görgen
Oriongürtel
Oriongürtel
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												Eine digitale Aufnahme der Gürtelsterne und des 'Schwertgehänges' des Orion mit den Nebelregionen M42, M43
												und dem Flammennebel. <br>
												Mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten von 30 Sekunden bis 4 Minuten wurden mittels
												Bildbearbeitungsprogramm übereinander gelegt und bearbeitet.
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												09.03.2010; 5x4min + 4x90s + 4x30s; 135mm f/5.6; ISO800 Autor: ©Tankred Schmitt
Oriongürtel
Orionnebel
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												Der Orionnebel ist eine riesige Wolke aus Gas und Staub in 1.500 Lichtjahren Entfernung. Er stellt eine
												Geburtsstätte von Sternen dar. In seinem Inneren befinden sich junge heiße Sterne, die „erst“ wenige Millionen
												Jahre alt sind (eine Million Jahre stellt im kosmischem Maßstab eine relativ kurze Zeitspanne dar – unsere Sonne
												ist bereits 4,8 Milliarden Jahre alt). <br>
												Sterne bilden sich aus großen Gaswolken, die sich unter der eigenen Schwerkraft zu glühenden Gaskugeln
												zusammenziehen. Dabei werden Druck und Temperatur im Innern der Kugeln so groß, dass Fusionsprozesse
												(Verschmelzung von Atomkernen) in Gang gesetzt werden.
												Die Sterne im Innern des Orionnebels geben sehr viel Energie in Form von ultravioletter Strahlung ab,
												wodurch die umgebenden Wasserstoffwolken zum Leuchten angeregt werden.
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												Aufnahmeort: Vogelsberg; Oktober 2011; 75 mm Refraktor Pentax f/6,7; Canon
												60D; 1 Aufnahme mit 700 Sekunden Belichtungszeit; ISO 400<br>
												Autor: ©Matthias Kranich
Orionnebel
Orionnebel
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												Schon in einem kleinen Teleskop werden vier Sterne, die „Trapezsterne“ im Innern des Orionnebels sichtbar.
												In einem größeren Teleskop kann man sechs Sterne erkennen und der umgebende Nebel bietet einen faszinierenden
												Anblick. Allerdings ist der Eindruck am Teleskop ein anderer als auf fotografischen Aufnahmen.
												Auf Fotos erscheint der Nebel rötlich – beim Blick durchs Teleskop milchig weiß bis grünlich.
												Dies liegt daran, dass fotografische Filme oder CCD-Kameras eine höhere Rotempfindlichkeit aufweisen,
												als das menschliche Auge. Unser Auge ist bei Dunkelheit im Bereich des grünen Lichtes am empfindlichsten.
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												Aufnahmeort: Eifel; 14.12.2001; Teleskop: C8 + Alan Gee Telekompressor; 938/f4,7; Nachführung: ST-4; Kamera: Nikon F2; Kodak E200 prof.; 1, 5, 30 und 60 min, Komposit aus 4 Aufnahmen<br>
												Autor: ©H.-P. Bartz-Kracht
Orionnebel
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