Deepsky

Orionnebel
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												Schon in einem kleinen Teleskop werden vier Sterne, die „Trapezsterne“ im Innern des Orionnebels sichtbar.
												In einem größeren Teleskop kann man sechs Sterne erkennen und der umgebende Nebel bietet einen faszinierenden
												Anblick. Allerdings ist der Eindruck am Teleskop ein anderer als auf fotografischen Aufnahmen.
												Auf Fotos erscheint der Nebel rötlich – beim Blick durchs Teleskop milchig weiß bis grünlich.
												Dies liegt daran, dass fotografische Filme oder CCD-Kameras eine höhere Rotempfindlichkeit aufweisen,
												als das menschliche Auge. Unser Auge ist bei Dunkelheit im Bereich des grünen Lichtes am empfindlichsten.
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												Aufnahmeort: Eifel; 14.01.2005; Teleskop: GSO Newton 200/800 mit Komakorrektor;
												Nachführung: ST-4; Kamera: Canon 300 D; ISO 800; IDAS-Filter; 16 Aufnahmen,
												Belichtung: 1 s bis  9 min; Nachbearbeitung mit Photoshop<br>
												Autor: ©H.-P. Bartz-Kracht
Orionnebel
Orionnebel
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												Das innere des Orionnebels bei hoher Vergrößerung. Aufgrund des hohen Kontrastumfanges - die Trapezsterne im
												Innern sind sehr hell, die äußeren Bereiche des Nebels dunkel - muss man Aufnahmen mit verschieden langen
												Belichtungszeiten machen und diese kombinieren. Für dieses Bild wurde eine Serie von 26 Aufnahmen verwendet.
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												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 14.03.2012; 20cm-Refraktor, f/15; Canon 450D: ISO 800; Aufnahmen von 2 bis 180 s
												Belichtungszeit; gestackt und weiterverarbeitet mit Photoshop
												Autor: ©Kurt Schaefer
Orionnebel
Orionnebel
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												Eine Aufnahme des Orionnebel, die an der Sternwarte Aachen mit einem aufgesetzten Spiegelteleskop
												entstanden ist.
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												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.02.2014; 20cm-Newton-Teleskop, f/5; Canon 450D: ISO 400 bis 1600;
												61 Aufnahmen mit 30 bis 120 s Belichtungszeit; gestackt mit Deep-Sky-Stacker; weiterverarbeitet mit Photoshop
												Autor: ©Kurt Schaefer
Orionnebel
Pferdekopfnebel
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												Auf diesem Foto sehen wir am oberen Rand Alnitak, den linken Gürtelstern des Orion.
												Links (westlich) von Alnitak ist eine rötliche Wasserstoffwolke sichtbar, die wegen ihres Aussehens „Flammennebel“ genannt wird.
												Unterhalb des Sterns sieht man Barnard 33, den „Pferdekopfnebel“. Seinen Namen erhielt er durch die Umrisse einer Dunkelwolke aus Gas und Staub, die an einen Pferdekopf erinnert.
												Der Flammennebel und der Pferdekopfnebel gehören zum Orion-Nebelkomplex. Sie sind ca. 1.500 Lichtjahre entfernt und damit viel weiter als der Stern Alnitak.
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												Aufnahmeort: Eifel; 05.01.2002 + 09.01.2002; C8 + Alan Gee; 938/f4,7; ST-4; Nikon F2; Kodak E200 prof.; 30, 30 und 50 min., Komposit aus 3 Aufnahmen<br>
												Autor: ©H.-P. Bartz-Kracht
Pferdekopfnebel
Pferdekopfnebel
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												Eine digitale Aufnahme des Pferdekopfnebels.<br>
												Der dunkle Nebel ist eine riesige Ansammlung von kaltem Gas und Staub mit einer Ausdehung von etwa 3 Lichtjahren.
												Die rötliche Färbung stammt von Wasserstoffgas, das vom hellen Stern Sigma Orionis zum Leuchten angeregt wird.
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												Teleskop: 130mm-Refraktor; Kamera: ALCCDD6cPro; Komposit aus 21 Aufnahmen mit je 4 Minuten Belichtung.
												Autor: ©Christian Schubert
Pferdekopfnebel
Pferdekopfnebel
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												Für diese Aufnahme des Pferdekopfnebels wurde eine Kamera mit einem speziellen Schwarzweißfilm verwendet.
												Um die Nebelstrukturen besser abbilden zu können, wurde durch einen
												Rotfilter belichtet. Die Belichtungszeit betrug 90 Minuten! Um eine so lang belichtete Fotografie anzufertigen, muss das Teleskop exakt ausgerichtet sein und fehlerfrei nachgeführt werden.
												Die beiden Striche stammen von Satelliten, die während der Belichtung durch das Bildfeld zogen.
												Aufnahmeort: Eifel; Teleskop: Refraktor 600/f6; Rotfilter; Kodak TP 2415 hyp.; 90 min.<br>
												Autor: ©Jürgen Balk
Pferdekopfnebel
Kassiopeia
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												Ein relativ leicht zu findendes Sternbild ist die Kassiopeia. Ihre fünf hellsten Sterne formen ein „W“. Sie steht in unseren Breiten das ganze Jahr über am Himmel. Durch das Sternbild zieht sich das Band der Milchstraße.<br>
												In der griechischen Mythologie war Kassiopeia eine Königin, Gemahlin des Kepheus und Mutter der Andromeda. Da sie behauptete, ihre Tochter sei schöner als die Göttinnen des Olymp, zog sie sich deren Zorn zu. Zur Strafe sandten die Götter ein schreckliches Meeresungeheuer aus, das die Küsten verwüstete. Das Untier konnte nur besänftigt werden, indem ihm Andromeda geopfert wurde. In letzter Sekunde erschien der Held Perseus auf seinem geflügelten Pferd Pegasus, tötete das Untier und rettete die Königstochter. Alle Gestalten der Sage finden wir als Sternbilder am Himmel wieder. Das Ungeheuer wird durch das Sternbild Walfisch (lateinisch: Cetus) verkörpert.
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												Aufnahmeort: Eifel; Objektiv: 55mm/f2,8; Kodak Gold 400, ca. 15 min.<br>
												Autor: ©Jürgen Balk
Kassiopeia
Fuhrmann
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												Nördlich des Sternbildes Stier findet man das Sternbild Fuhrmann (lateinisch: Auriga). Der hellste Stern im
												Fuhrmann ist Capella, links oben im Bild. <br>
												Im Fuhrmann befinden sich einige Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, die auf dem Foto als rötliche
												Regionen sichtbar sind. Mit dem bloßen Auge oder beim Blick durchs Teleskop sind sie nicht auszumachen.
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												Aufnahmeort: Bieler Höhe, Österreich; Canon 60Da; Canon EF 70-200m f/2,8; <br>
												Autor: ©Dirk Beba
Fuhrmann
Fuhrmann
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												Im Fuhrmann befindet sich in 1.500 Lichtjahren Entfernung eine ausgedehnte Gaswolke (IC 405 auch 'Flaming
												Star Nebulae genannt), die vom Stern AE Aurigae zum Leuchten angeregt wird. Die rötliche Gaswolke aus
												ionisiertem Wasserstoff, ist nur langbelichteten Fotos zu erkennen. Mit dem
												bloßen Auge oder beim Blick durchs Teleskop ist sie nicht auszumachen.
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												Schon mit dem Fernglas leicht zu beobachten sind dagegen die offenen Sternhaufen M 36, M 37 und M 38.
												Die Sternhaufen enthalten jeweils mehrere hundert Sterne und sind ca. 5.000 Lichtjahre entfernt. <br><br>
												Aufnahmeort: Bieler Höhe, Österreich; Canon 60Da; Canon EF 70-200m f/2,8; <br>
												Autor: ©Dirk Beba
Fuhrmann
Fuhrmann
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												Die Region um den Fuhrmann, aufgenommen auf chemischem Film.
												Aufnahmeort: Eifel; 55/f2,8; Kodak E200 prof., 15 min. <br>
												Autor: ©Jürgen Balk
Fuhrmann
IC 405
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												In Richtung des Sternbildes Fuhrmann befindet sich ein Nebel mit den Katalogbezeichnungen
												IC 405 und Caldwell 31 (rechte Bildhälfte). <br>
												Der Nebel hüllt den Stern AE Aurigae ein. Der Stern besitzt die 30.000fache Leuchtkraft
												unserer Sonne. Seine Strahlung regt den Wasserstoff des Nebels zum Leuchten an (rötliche Bereiche)
												und wird von Staub reflektiert (bläuliche Bereiche). Der Nebel ist etwa 1.500 Lichtjahre entfernt
												und hat einen Durchmesser von 5 Lichtjahren. <br><br>
												AE Auriga ist ein „Runaway Star“ – ein „Ausreißer-Stern“ mit einer hohen Eigengeschwindigkeit.
												Entstanden ist er wahrscheinlich vor 2 Millionen Jahren im Gebiet der „Trapezsterne“ im Schwert
												des Sternbildes Orion. Durch eine Sternexplosion oder die Schwerkraftwirkung eines massiven Sterns
												wurde er aus dem System geschleudert.<br>
												Im Teleskop ist IC 405 nur als schwaches nebliges Objekt erkennbar – die auffälligen Farben werden
												erst auf lang belichteten Fotografien sichtbar.
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												Aufnahmeort Ort: Vogelsberg; Oktober 2012; Canon 60D; Objektiv: Canon L 400mm; f/2,8 ; 17 Aufnahme mit je 5
												Minuten Belichtungszeit; ISO 800<br>
												Autor: Matthias Kranich
IC 405
Plejaden
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												Etwas nördlich des Sternbildes Stier erkennt man mit bloßem Auge eine Gruppe von Sternen, die Plejaden. <br>
												In der griechischen Mythologie waren die Plejaden die Töchter des Titanen Atlas. Der Jäger Orion verliebte
												sich in die schönen Jungfrauen und bedrängte sie. Um sie vor den Nachstellungen zu schützen, versetzte
												der Gott Zeus sie an den Himmel. Doch auch dort folgt ihnen der Orion am Nachthimmel. So die Sage. <br>
												Wir kennen die Plejaden auch unter dem Namen „Siebengestirn“ Mit dem bloßen Auge kann man – je nach
												Sichtbedingungen – sechs bis neun Sterne erkennen. Mit dem Fernglas werden bis zu 40 Sterne sichtbar.
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												Aufnahmeort: Eifel; 10.12.2002; Teleskop: GSO Newton, 800/f4; IDAS Filter; Nikon F2; Fuji Provia 400; 50 + 60 min; Komposit aus 2 Aufnahmen<br>
												Autor: ©H.-P. Bartz-Kracht
Plejaden
Plejaden
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												Die Plejaden sind eine Gruppe von relativ jungen Sternen, die gemeinsam aus einer riesigen Gaswolke entstanden sind.
												Durch ihre Schwerkraft sind sie aneinander gebunden und bewegen sich gemeinsam durch unsere Galaxis. Eine solche
												Gruppe nennt man einen Offenen Sternhaufen. Die Plejaden sind ca. 400 Lichtjahre entfernt,<br>
												Auf langbelichteten Fotos sind Reste der Gaswolke als bläulicher Nebel erkennbar.
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												Aufnahmeort: Eifel;
												Autor: ©H.-P. Bartz-Kracht
Plejaden
Plejaden
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												Eine digitale Aufnahme der Plejaden. Aufgrund der hohen Lichtempfindlichkeit der fotografischen
												Kamerachips von digitalen Kameras zeigen schon relativ kurz belichtete Aufnahmen den blauen Reflexionsnebel. <br><br>
												13.10.2009; 200mm, f/5.6; ISO 800; 1x2min und 2x5min <br>Autor: ©Tankred Schmitt
Plejaden
M45 - Plejaden
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												Eine lang belichtete Aufnahme der Plejaden. Die bläulichen Reflexionsnebel treten sehr deutlich hervor.
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												Aufnahmeort: Vogelsberg; Oktober 2011; 75 mm Refraktor Pentax f/6,7; Canon
												60D; 1 Aufnahme mit 900 Sekunden Belichtungszeit; ISO 800<br>
												Autor: ©Matthias Kranich
M45 - Plejaden
Rosettennebel
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												Im Sternbild Einhorn (lateinisch: Monoceros) befindet sich ein offener Sternhaufen mit der
												Katalognummer NGC 2244. Auf lang belichteten Fotografien wird eine riesige leuchtende Wasserstoffwolke
												sichtbar, aus der sich die Sterne gebildet haben. Aufgrund ihrer Form, die an ein Blumenmuster erinnert,
												erhielt die Wolke den Namen „Rosettennebel“.
												Beim Blick durchs Teleskop ist allerdings nur der offene Sternhaufen sichtbar.
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												Die Aufnahme entstand in den österreichischen Alpen auf 2000 m Höhe bei exzellenten Sichtbedingungen.
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												Aufnahmeort: Bieler Höhe, Silvretta Hochalpenstraße, Österreich; 09.10.2010; 05:25 – 06:16 Uhr MESZ;
												Kamera: Canon 450Da; Objektiv Canon EF 70-200 mm, 200 mm, f/4; ISO 800; 7 Aufnahmen mit je 120 s;
												Bildbearbeitung mit IRIS, Fitswork und Gimp
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												Autoren: ©Dirk Beba, Jan Hattenbach, Georg Görgen
Rosettennebel
Rosettennebel
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												Der Rosettennebel ist ca. 5200 Lichtjahre entfernt. Sein Durchmesser beträgt ca. 130 Lichtjahre.
												Die Strahlung der hellen jungen Sterne in seinem Innern regen den Wasserstoff des Gasnebels zu einem
												intensiven roten Leuchten an.
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												Aufnahmeort Ort: Vogelsberg; April 2012; Canon 60D; Objektiv: Canon L 400mm; f/3,5 ; 13 Aufnahmen mit je 400
												Sekunden Belichtungszeit; ISO 400<br>
												Autor: Matthias Kranich
Rosettennebel
Rosettennebel
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												Zwei Aufnahmen des Rosettennebels, die auf chemischem Film erstellt und dann kombiniert wurden. <br>
												Vor der Einführung der elektronischen Kameras war die Erstellung und Bearbeitung
												solcher Aufnahmen sehr aufwändig.
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												Aufnahmeort: Eifel; 04.01. und 09.01.2002; Teleskop: C8 mit Alan Gee-Telekompressor 938/f4,7;
												Nachführung; ST-4; Kamera: Nikon F2; Film: Kodak E200 prof; Komposit aus 2 Aufnahmen mit je 30 und 50 Minuten
												Belichtungszeit
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												Autor: ©H.-P. Bartz-Kracht
Rosettennebel


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