Mond

Apenninen
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												Im Süden des Mare Imbrium verläuft die 600 km lange Gebirgskette der Montes
												Apenninus - benannt nach den Apenninen in Italien.<br>
												Die zerklüfteten Montes Apenninus sind das höchste Gebirge auf dem Mond. Bei niedrigem Sonnenstand
												– bei zunehmendem oder abnehmendem Halbmond – bieten sie im Teleskop einen fantastischen Anblick. <br>
												Auf dem Foto sieht man die westlichen Ausläufer mit dem 5.400 m hohen Mons Huygens (H) und dem
												3.000 m hohen Mons Ampere (A).
												<br><br>
												Christian Huygens war ein bedeutender niederländischer Mathematiker, Physiker und Astronom. <br>
												André-Marie Ampère war ein französischer Physiker und Mathematiker.<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.20 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer;
												300 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Apenninen
Archimedes, Timocharis
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												Im Osten des Mare Imbrium findet man den auffälligen Krater Archimedes (rechts von der Bildmitte).
												Mit 85 km Durchmesser ist er der größte Krater des Mare Imbrium. Er ist zeitlich nach
												dem riesigen Mare entstanden, sein Alter wird auf 3,8 bis 3,2 Milliarden Jahre geschätzt (Imbrische Periode)
												. Sein Boden wurde ganz von Lava überflutet, er weist keinen Zentralberg auf. <br><br>
												Der 35 km große Timocharis (links unten) entstand später (Eratosthenischen Periode - 3,2 bis 1,1 Mrd. Jahre). Seine Wände
												sind stark terrassiert, er besitzt einen ausgeprägten Zentralberg. <br><br>
												Nördlich von Archimedes (auf dem Bild oberhalb) erheben sich die bis zu 1.400 m hohen Montes Spitzbergen, die ebenfalls in der Imbrischen
												Periode entstanden. <br><br>
												Auf dem Bild sind lang gezogene Höhenrücken erkennbar. Solche Formationen werden Dorsa genannt. Man kann sie
												besonders gut in der Nähe des Terminators erkennen, wenn die tief stehende Sonne lange Schatten wirft.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 02.01.2011, 21.30 MEZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Kamera DMK 21 618.AU;
												1/90 s; 200 von 500 Aufnahmen mit Avistack 2 gestackt und mit Giotto geschärft, Mosaik aus 2 Aufnahmen
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Archimedes, Timocharis
Archimedes
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												Archimedes bei hoher Vergrößerung. <br>
												Der Kraterrand besitzt eine deutlich ausgeprägte terrassenförmige Struktur. An einigen Stellen ragt er fast 2 km
												über die Ebene. Archimedes besitzt keinen Zentralberg - dieser wurde zerstört, als der Krater vor über 3 Milliarden
												Jahren von flüssiger Lava überflutet wurde. <br>
												Südwestlich von Archimedes liegt der 14 km große Krater Bancroft.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.15 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer; 300 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Archimedes
Eratosthenes
												<br><br>
												Am südwestlichen Rand der Mondapenninen liegt der 60 km große Karter Eratosthenes.<br>
												Sein schroffer kreisrunder Rand ragt bis zu 2400 m über die Umgebung. Der Boden liegt
												etwa 2000 m unter Umgebungsniveau. <br>
												Eratosthenes besitzt einen Zentralberg mit mehreren Gipfeln. <br>
												Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind der westliche innere Kraterrand und der Zentralberg in Sonnenlicht getaucht,
												der Boden liegt noch im Schatten. Der terrassenförmige Aufbau verleiht dem Krater das Aussehen eines
												riesigen Amphitheaters.<br>
												Eratosthenes entstand vor etwa 3,2 Milliarden Jahren.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.20 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer; 400 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Eratosthenes
Inselberg
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												Im Westen des Mare Imbrium erhebt sich ein einsamer
												Berg über eine flache Ebene, der Mons Piton.<br>
												Er hat eine Ausdehnung von etwa 25 km und ist 2.300 m
												hoch. Bei tiefem Sonnenstand wirft er einen
												lang gestreckten Schatten. <br>
												Mons Piton ist der sichtbare Überrest eines riesigen
												Ringwalles, der bei der Bildung des Mare Imbrium
												entstand. Die übrigen Bereiche des Walles wurden von
												Lava überflutet.<br>
												<br>Isolierte Berge, die unvermittelt
												aus der Umgebung ragen, werden als Inselberge bezeichnet. <br>
												Die relativ glatte Ebene des Mare Imbrium weist nur
												wenige Krater auf. Die größten im Bild sind der 22 km
												große Piazzi Smith (links oben) und der 12 km große
												Kirch (links unten).
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.30 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer; 500 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Inselberg
Plato
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												Im Norden des Mare Imbrium, am nördlichen Ende der Mondalpen, liegt der 100 km große Krater Plato.
												Der Kraterrand erhebt sich 1.000 bis 2000 m über den dunklen Kraterboden.
												Auf dem Foto werfen die schroffen Gipfel des Randes lange gezackte Schatten.
												<br>
												Beim Blick durch ein Fernrohr erscheint Plato infolge seiner nördlichen Lage und der perspektivischen
												Verzerrung oval. Tatsächlich ist er fast kreisrund. <br>
												Plato entstand vor 3 bis 3,5 Milliarden Jahren nach der Bildung des riesigen Mare Imbrium.
												<br><br>
												Das Mare Imbrium wird im Nordosten durch die Montes Alpes, die 'Mondalpen' begrenzt (auf dem Bild
												rechts von Plato). Ihre Gipfel sind bis zu 2.400 m hoch. Auffallend ist ein tiefer Einschnitt, der
												sich durch das Gebirge zieht - Vallis Alpes, das 'Alpental'. Das 180 km und 20 km breite Tal
												ist vermutlich ein Grabenbruch, der sich bei der Bildung des Mare Imbrium mit Lava gefüllt hat.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 02.01.2011, 21.30 MEZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Kamera DMK 21 618.AU;
												1/90 s; 200 von 500 Aufnahmen mit Avistack 2 gestckt und mit Giotto geschärft, Mosaik aus 4 Aufnahmen
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Plato
Die Lange Wand
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												Im Osten des Mare Nubium erstreckt sich eine interessante Formation, die als 'Rupes Recta'
												(lateinisch: Gerade Furche) bezeichnet wird. Mitunter wird sie auch „Lange Wand“ genannt. <br>
												Es handelt sich jedoch nicht um eine Wand oder einen Steilhang, sondern eine sanft abfallende Stufe
												im Gelände, die etwa 10° geneigt ist. Sie ist rund 110 km lang, 2 bis 3 km breit und bis zu 240 m hoch.<br>
												Entstanden ist die Stufe wahrscheinlich vor über 3 Milliarden Jahren, als innere Kräfte des Mondes
												den östlichen Teil des Geländes anhoben. <br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 02.01.2011, 21.30 MEZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Kamera DMK 21 618.AU;
												1/90 s; 200 von 500 Aufnahmen mit Avistack 2 gestckt und mit Giotto geschärft, Mosaik aus 5 Aufnahmen
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Die Lange Wand
Lange Wand, Geisterkrater
												<br><br>
												Die 'Lange Wand' (Rupes Recta) bei hoher Vergrößerung. Zum Zeitpunkt der Aufnahme stand die Sonne tief über
												dieser Mondlandschaft und die Stufe im Gelände wirft einen dunklen Schatten auf das tiefer liegende Terrain.
												<br><br>
												Westlich der Stufe befindet sich der 17 km große Krater Birt (B).<br>
												Rechts unten im Bild ist der 60 km große Krater Thebis (T) erkennbar, dessen Rand eine Terrassenstruktur
												aufweist. Westlich davon liegen die mit Lava gefüllten Krater Thebis P (TP) und Thebis S (TS). Solche
												alten Krater, von denen nur noch die äußeren Wälle erkennbar sind, nennt man auch „Geisterkrater“.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.20 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; 2fach Barlowlinse;
												Webkamera ICam Tracer; 500 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Lange Wand, Geisterkrater
Ptolemaeus
												<br><br>
												In der Nähe des Mondäquators, am östlichen Ende des Mare Nubium, liegt eine auffallende Gruppe größerer
												Krater - Ptolemaeus (Pt), Alphonsus (Al), Arzachel (Az) und Albategnius (At).
												<br><br>
												Der 158 km große Ptolemaeus gehört mit einem geschätzten Alter von über 4 Milliarden Jahren zu den
												ältesten sichtbaren Einschlagkratern. <br>
												Alphonsus (121 km), Albategnius (139 km) und Arzachel (97 km) sind später entstanden, ihr Alter wird auf 3,9 bis
												3,8 Mrd. Jahre geschätzt. <br>
												Im Innern der Krater Alphonsus und Arzachel sind feine Linien erkennbar. Solche Gebilde werden als 'Rillen'
												beteichnet. Sie entstanden durch den Fluss dünnflüssiger Lava. <br>
												Zwischen Alphonsus und Arzachael liegt der 41 km große Krater Alpetragius (Ap), der einen stark ausgeprägten
												Zentralberg aufweist. <br>
												Nördlich von Ptolemäus findet man den 43 km großen Krater Herschel (Hs). Am nordöstlichen Rand von Ptolemäus
												verläuft eine Kette von kleineren Einschlagkratern.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 02.01.2012, 21.00 MEZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Kamera: DMK 21 618.AU;
												Mosaik aus 2 Aufnahmen je 200 Bildern; mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Ptolemaeus
Ptolemaeus
												<br><br>
												Der 158 km große Ptolemaeus gehört mit einem geschätzten Alter von über 4 Milliarden Jahren zu den
												ältesten sichtbaren Einschlagkratern. <br>
												Sein Inneres wurde von flüssiger Lava ausgefüllt und ist bemerkenswert glatt. Bei genauem Hinsehen entdeckt
												man „Geisterringe“ - Überreste von alten Kratern, die von der Lava zugedeckt wurden.<br>
												Die deutlich ausgeprägten sichtbaren Krater entstanden sehr viel später. Der größte – Ammonius –
												hat einen Durchmesser von 9 km.
												<br><br>
												Nördlich von Ptolemaeus liegt der 40 km große, fast kreisrunde Krater Herschel. Er ist mindestens 1
												Milliarde Jahre nach Ptolemäus entstanden.
												<br><br>
												Rechts oben im Bild sieht man eine Kette von kleinen Kratern. Sie bildeten sich wahrscheinlich durch
												Gesteinsbrocken, die beim Einschlag eines Meteoriten ausgeschleudert wurden und wieder auf die Mondoberfläche
												zurück fielen.
												<br><br>
												Claudius Ptolemaeus war ein bedeutender griechischer Naturforscher und Philosoph. <br>
												Wilhelm Herschel war ein deutsch-englischer Astronom – er entdeckte den Planeten Uranus.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.30 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer; 500 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Ptolemaeus
Moretus
												<br><br>
												Die südlichen Hochländer des Mondes sind stark mit Kratern überzogen. <br>
												Der in der Bildmitte sichtbare Krater Moretus hat einen Durchmesser von 117 km. Die Kraterränder sind bis
												zu 5000 m hoch. Im Innern erhebt sich ein 2100 m hoher Zentralberg.<br>
												Darunter ist der 70 km große Krater Short erkennbar. <br><br>
												Aufgrund ihrer südlichen Lage sind Moretus und Short von der Erde aus immer nur unter einem
												flachen Winkel zu sehen.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.20 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer; 500 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
												Zunehmender Mond
												<br><br>
												Der zunehmende Mond 10 Tage nach Neumond.<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 25.04.2010, 23:30 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Canon 400D; ISO 400; 1/250s
												<br>
												Autoren: ©Kurt Schaefer, Patrik Warziniak
Moretus
Zunehmender Mond
												<br><br>
												Der zunehmende Mond, elf Tage nach Neumond.
												<br><br>
												90 % der uns zugewandten Seite des Mondes sind bereits von der Sonne beschienen. Die Tag-und-Nachtgrenze
												(Terminator) verläuft am westlichen Rand des Mare Imbrium.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 25.04.2010; 20cm-Refraktor, f/15; Canon 400D: ISO 400; 1/250 s; Mosaik aus 6 Aufnahmen
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Zunehmender Mond
Regenbogenbucht
												<br><br>
												Im Nordwesten des Mare Imbrium liegt Sinus Iridum- die Regenbogenbucht (links unten im Bild).
												Sie hat einen Durchmesser von etwa 230 km.<br>
												Es handelt sich um einen Einschlagkrater, der zeitlich nach dem Mare Imbrium entstand. Im Norden
												ist das beim Meteoriteneinschlag entstehende Ringgebirge Montes Jura zu erkennen. <br>
												Das Mare Imbrium füllte sich später mit Lava, die aus dem Mondinnern hervortrat. Der südliche Rand
												des Kraters brach ein und wurde überdeckt.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 25.04.2010, 01.00Uhr MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Canon 400 D; 1/125 s, ISO 400
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Regenbogenbucht
Hochländer
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												Die südlichen Hochländer des Mondes sind stark mit Kratern überzogen. <br>
												Einer der Größten ist der 225 km große Clavius (C). Der Krater gehört zu den älteren Mondformationen.
												Sein Alter wird auf ca. 4 Milliarden Jahre geschätzt. <br><br>
												Viel jünger ist dagegen der 85 km große Strahlenkrater Tycho. Er ist „erst“ vor etwa 100 Millionen Jahren
												entstanden. Beim Einschlag des Meteoriten wurde frisches, helles Material aus dem Mondinnern ausgeschleudert.
												Das Auswurfmaterial bildet ein strahlenförmiges Muster um Tycho, das bis zu 1.800 km weit reicht. Bei Vollmond
												kann man die hellen Strahlen besonders gut beobachten.
												<br><br>
												Im legendären Science-Fiction Film '2001 - Odyssee im Weltall' befindet sich im Krater Clavius
												eine Mondbasis und in Tycho gräbt man einen mysteriösen Monolithen aus. Tatsächlich war der letzte
												Mensch 1972 auf dem Mond und Mondbasen sind immer noch Zukunftsmusik.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 27.09.2010, 21.30 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Canon 400D; 1/80 s; ISO 800; 2 Aufnahmen mit Fitswork addiert
												Autor: ©Kurt Schaefer
Hochländer
Tycho
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												Einen Tag nach dem zunehmenden Halbmond ist nur der westliche innere Rand des Kraters Tycho von der Sonne
												beleuchtet. Der terrassenförmige Rand fällt steil zum 4.800 m tiefer liegenden Kraterboden ab.
												Im Innern erhebt sich ein 1.600 m hoher Zentralberg, der auf dieser Aufnahme noch im Dunkeln liegt.
												<br><br>
												Benannt wurde der Krater nach dem berühmten dänischen Astronomen Tycho Brahe, der präzise
												Positionsmessungen der Sterne und Planeten vornahm.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 22.04.2010, 19.30 MESZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer;
												500 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Tycho
Tycho, Maginus
												<br><br>
												Zwei Tage nach dem zunehmenden Halbmond erstrahlt die Spitze des 1.600 m hohen Zentralberges von Tycho
												im hellen Sonnenlicht (links oben im Bild). Der westliche terrassierte Kraterrand ist ebenfalls beleuchtet,
												während der Kraterboden noch vollständig im Dunkeln liegt.
												<br>
												Der 88 km große Tycho entstand vor ca. 100 Millionen Jahren beim Einschlag eines großen Asteroiden - er gehört
												damit zu den jüngsten großen Kratern auf dem Mond.
												<br><br>
												Der südlich von Tycho gelegene große Krater Maginus (unterhalb der Bildmitte) ist sehr viel älter.
												Entstanden ist er bereits vor 3,9 bis 4,5 Milliarden Jahren. Zahlreiche Meteoriten sind später im Laufe
												der Jahrmilliarden dort eingeschlagen und zerstörten teilweise den Kraterrand.<br>
												Maginus hat einen Durchmesser von 168 km. <br>
												Benannt wurde er nach dem italienischen Astronomen Giovanni Antonio Magini.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 02.01.2012, 21.00 MEZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Kamera: DMK 21 618.AU;
												Mosaik aus 2 Aufnahmen je 200 Bildern; mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Tycho, Maginus
Strahlenkrater Tycho
												<br><br>
												Um die Zeit des Vollmondes ist der Krater Tycho vollständig beleuchtet. <br>
												Gut erkennbar sind Streifen aus hellem Material, die beim Impaktereignis strahlenförmig
												ausgeschleudert wurden. Tycho wird daher auch als 'Strahlenkrater' bezeichnet.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 13.11.2011, 21.00 MEZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Kamera: DMK 21 618AU;
												Mosaik aus 9 Aufnahmen je 400 Bilder; mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Strahlenkrater Tycho
Aristarchus, Schrötertal
												<br><br>
												Der 40km große und 2 km tiefe Krater Aristarchus ist der hellste der großen Mondkrater. Die helle Färbung
												rührt daher, dass der Krater mit einem Alter von ca. 450 Millionen Jahren ziemlich „jung“ ist.  Das beim
												Einschlag ausgeschleuderte Material ist noch nicht so stark durch die Einwirkung des Sonnenwindes (geladene
												Teilchen, die von der Sonne in den Weltraum geschleudert werden) abgedunkelt worden, wie die Umgebung.
												Aristarchus ist schon mit dem Fernglas leicht zu entdecken. <br>
												Der benachbarte 36 km große Krater Herodotus (links) ist mit einem geschätzten Alter von über 3 Milliarden Jahren
												wesentlich älter. Er ist flacher, da sein Inneres von Lava überflutet wurde. <br>
												Nördlich der beiden Krater verläuft eine gewundene 160 km lange Rille, das Schrötertal (Vallis Schröteri). Die
												Rille ist bis zu 10 km breit und 1 km tief. Entstanden ist sie durch flüssige Lava, die sich in den Mondboden
												gegraben hat.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 16.01.2011, 19.30 MEZ; 20cm-Refraktor, f: 3000mm; Webkamera ICam Tracer;
												50 von 500 Aufnahmen mit Avistack 2 addiert und mit Giotto geschärft
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Aristarchus, Schrötertal


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