Planeten

Merkur und Venus
												<br><br>
												Merkur ist der innerste Planet des Sonnensystems. Von der Erde aus gesehen bewegt er sich nie allzu weit von der
												Sonne weg. Er kann daher immer nur einige Tage im Jahr nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang für
												ein bis zwei Stunden beobachtet werden.<br><br>
												Anfang April 2010 konnte Merkur leicht gefunden werden: Er stand westlich (rechts) neben der auffallend hellen
												Venus.
												<br><br>
												Auf dieser Aufnahme sieht man die sehr helle Venus und daneben den nicht ganz so hellen Merkur.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Aachen, Senserbach; 05.04.2010, 21:15 MESZ; Canon 400D; 55 mm, f/5,6; ISO 200; 8s
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Merkur und Venus
Merkur und Venus
												<br><br>
												Anfang Juni 2013 standen Merkur und Venus nur wenige Grad voneinander entfernt am Abendhimmel.
												<br><br>
												Die Aufnahme zeigt die helle Venus knapp über der Wolkendecke (rechts unten). Merkur ist am oberen
												linken Bildrand zu erkennen.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Aachen, Schneeberg; 04.06.2013, 21:00 MESZ; Canon 450D; 200 mm, f/5,6; ISO 200; 6s
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Merkur und Venus
Merkur und Jupiter
												<br><br>
												Vom 10. bis zum 25. März 2011 bot sich wieder die Gelegenheit, den Planeten Merkur am Abendhimmel zu sehen.
												Beim Aufsuchen war der Planet Jupiter hilfreich, der als auffallend heller „Stern“ tief über dem westlichen
												Horizont stand. Am 15. März stand Merkur nur 2° neben dem hellen Jupiter.
												<br><br>
												Das Foto zeigt Merkur (rechts) und Jupiter am 15. März 2011  tief über dem Horizont. Merkur
												war zu diesem Zeitpunkt etwa 160 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, Jupiter etwa 880 Millionen
												Kilometer.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 15.03.2011, 19:35 MEZ; Canon 450D; 200 mm, f/5,6; ISO 800; 2s
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Merkur und Jupiter
Merkur im Teleskop
												<br><br>
												Im Teleskop ist Merkur nur sehr schwierig zu beobachten, da er immer tief über dem Horizont steht und die
												Luftschichten unserer Erdatmosphäre die Beobachtung stören.<br>
												Bis zur Erforschung mittels Raumsonden  - 1974 und 1975 flog die Sonde Mariner 10 dreimal an Merkur vorbei -
												existierten nur sehr ungenaue Zeichnungen und Karten seiner Oberfläche.
												<br><br>Aufnahmeort: Aachen, 17.02.2013; 20 cm Carl-Zeiss-Refraktor, f/15; 2fach Barlowlinse; Kamera: DMK 21 618AU;
												je 2000 Bilder mit Rot-, Grün und Blaufilter aufgenommen; gestackt und geschärft mit Autostakkert 2.2; 10 %
												Verwendungsrate; bearbeitet mit Photoshop: Tonwertkorrektur, Farbbalance
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Merkur im Teleskop
Merkur im Teleskop
												<br><br>
												Mit 4800 km Durchmesser ist Merkur der kleinste Planet im Sonnensystem. Da er 'nur' 58 Millionen km von der Sonne
												entfernt ist, herrschen auf der Tagseite Temperaturen von bis zu 430° Celsius.
												<br><br>
												Diese Aufnahme entstand abends, noch vor Sonnenuntergang. Merkur stand zu diesem Zeitpunkt höher über dem
												Horizont, so dass der Einfluss der irdischen Atmosphäre reduziert wurde.
												<br><br>Aufnahmeort: Aachen, 07.06.2013, 20.00 Uhr; 20 cm Carl-Zeiss-Refraktor, f/15; 2fach Barlowlinse;
												Kamera: DMK 21 618AU; je 5000 Bilder mit Rot-, Grün und Blaufilter aufgenommen; gestackt und geschärft
												mit Autostakkert 2.2; 20 % Verwendungsrate; bearbeitet mit Photoshop: Tonwertkorrektur, Farbbalance
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Merkur im Teleskop
Merkur im Teleskop
												<br><br>
												Beim Blick durchs Teleskop zeigt Merkur Phasen, wie unser Erdmond, da er von der Erde aus gesehen seitlich von der
												Sonne angestrahlt wird.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Aachen, 27.03.2004; Teleskop: C8, 2,4 fach Barlowlinse; Kamera: Philips PCVC 740k, 640 x 480;
												Bearbeitung: 367 Frames, daraus 73 summiert in Registax, geschärft, RGB Shift, bearbeitet in Photoshop,
												Tonwertkorrektur, Farbbalance, Abbildung 200 %
												<br>
												Autor: ©Hans-Peter Bartz-Kracht
Merkur im Teleskop
Venus als Abendstern
												<br><br>
												Die Venus umkreist die Sonne als zweiter Planet. Zu bestimmten Zeiten kann sie abends nach Sonnenuntergang oder morgens vor Sonnenaufgang
												für einige Stunden als strahlend heller Stern gesehen werden. Man nennt die Venus auch den „Abendstern“ oder
												den „Morgenstern“.
												<br><br>
												Diese Aufnahme entstand am 17.04.2010 auf dem 50 m hohen Aussichtsturm der ehem. Ordensburg Vogelsang
												im Nationalpark Eifel.
												Sie zeigt den zunehmenden Mond und darunter die helle Venus.
												<br><br>
												An diesem Tag herrschte ein Flugverbot über Deutschland, da eine Wolke aus Vulkanasche über Westeuropa hinweg zog.
												Die feine Asche war beim Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hoch in die Atmosphäre geschleudert worden
												und stellte eine Gefahr für die Flugzeugtriebwerke dar.<br>
												Aufgrund des Flugverbots herrschte besonders klares Wetter, da keine Kondensstreifen den Himmel trübten.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Vogelsang, Nationalpark Eifel; 17.04.2010, 21.30 MESZ; Canon 400D; 28 mm, f/5,6; ISO 1oo; 4s
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Venus als Abendstern
Venus als Morgenstern
												<br><br>
												Vom Winter 2010 bis in den Juni 2011 ging die Venus morgens vor Sonnenaufgang
												im Osten als 'Morgenstern' auf.
												<br><br>
												Diese Aufnahme entstand am 30.01.2011. Die Sichel des abnehmenden Mondes stand an diesem
												Morgen unterhalb der strahlend hellen Venus.
												<br><br>
												30.01.2011, 08.45Uhr MEZ; Canon 5 D Mark II
												<br>
												Autor: ©Werner Möhler
Venus als Morgenstern
Venus und Jupiter
												<br><br>
												Mitte März 2012 standen die helle Venus und der nicht ganz so helle Jupiter nah beieinander am Abendhimmel. Der
												Abstand betrug - von der Erde aus gesehen - etwa 3°.<br>
												Tatsächlich waren die Planeten weit voneinander entfernt. Venus war zu diesem Zeitpunkt ca. 120 Millionen km von der Erde entfernt,
												Jupiter dagegen 840 Millionen km.
												<br><br>
												Die Aufnahme zeigt neben den hellen Planeten auch die Plejaden (Siebengestirn) am oberen Bildrand sowie das 'V' des Sternbildes Stier
												mit dem hellen Stern Aldebaran (links oben).
												<br><br>
												Aufnahmeort: Eifel; 16.03.2012, 20.30 MEZ; Canon 450D; 17 mm, f/4,5; ISO 8oo; 15s
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Venus und Jupiter
Venus und Mond
												<br><br>
												Venus und Mond über dem Hermann-Denkmal in Detmold. Diese ästhetische Aufnahme entstand am Silversterabend
												2008. Zur Veranschaulichung der Bewegung der beiden Himmelskörper wurde eine Serie von neun Belichtungen im
												Abstand von mehreren Minuten gemacht.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Detmold; Aufnahmedatum: 31.12.2008, 20.00 Uhr MEZ; Kamera: Nikon D50; 200 mm; f/6,5; Belichtung 5s; ISO 800
												<br>
												Autor: ©Tankred Schmitt
Venus und Mond
 
 
Venus im Teleskop
												<br><br>
												Venus als Sichel.
												<br><br>
												24.01.2001, 16:10 MEZ, Teleskop: 12' SC f/20; Projektion mit 2x Zeiss-Barlowlinse; Webcam Cellvision; Komposit aus
												125 Einzelbildern
												<br>
												Autor: ©Markus Emmerich
Venus im Teleskop
Venus 2012
												<br><br>
												Von Januar bis Juni 2011 ging Venus morgens vor der Sonne auf und war als auffallend
												heller Morgenstern sichtbar. Von Juli bis September zog sie, von der
												Erde aus nicht zu sehen - hinter der Sonne vorbei (obere Konjunktion).
												<br>
												Im Oktober 2011 hatte sich der seitliche Abstand (Elongation) der Venus
												von der Sonne wieder so weit vergrößert, dass sie wieder als heller
												Abendstern im Südwesten sichtbar war.
												<br><br>
												Diese Aufnahme der Venus entstand im März 2012 an der Aachener Sternwarte. Ihre
												Entfernung zur Erde betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 120 Millionen Kilometer.
												Die Venus erscheint als 'Halbmond', da sie seitlich von der Sonne angestrahlt wird.
												<br><br>
												14.03.2012, 20:30 MEZ; 20cm-Refraktor, f/15; Kamera: DMK 21 618.AU; je 1.000 Bilder mit Rot-, Grün- und Baufilter.
												gestackt und geschärft mit Autostakkert 2.46; 20 % Verwendungsrate<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Venus 2012
Venus 2012
												<br><br>
												Bis Mitte Mai 2012 war die Venus als strahlend heller Abendstern sichtbar.
												Anfang Juni zog sie - von der Erde aus gesehen - vor der Sonne vorbei und
												bot das sehr seltene Schauspiel eines Venustransits. Seit Mitte Juni ist
												die Venus wieder als Morgenstern sichtbar.
												<br><br>
												Diese Aufnahmen der Venus entstanden am 1. (links) und 13. Mai 2012 an der Aachener Sternwarte. Die
												Entfernung zur Erde nahm in diesem Zeitraum  von ca. 66 Millionen auf 55 Millionen Kilometer ab.
												Die Venussichel ist dabei schmaler und größer geworden.
												<br><br>
												01. und 13.05.2012, 21.00 MESZ; 20cm-Refraktor, f/15; Kamera: Canon 60, aufgenommen im Videomodus, 50
												Bilder pro Sekunde; 1/250 s; ISO 100; gestackt und geschärft mit Autostakkert; 25 % Verwendungsrate<br>
												Autor: ©Dirk Beba
Venus 2012
Venustransit 2012
												<br><br>
												Am 4./5. Juni 2012 konnte ein sehr seltenes Himmelschauspiel beobachtet werden: Die Venus zog – von der Erde aus
												gesehen – vor der Sonnenscheibe vorbei.<br><br>
												Ein solcher Venustransit ereignet sich aufgrund der Bahnen von Erde und Venus in einem Rhythmus von
												105 - 8 - 122 - 8 Jahren.  So fanden die letzten Transite 1761, 1769, 1874, 1882
												und 2004 statt. <br>
												Der Transit von 2004 war von Deutschland aus gut zu beobachten, 2012 war allerdings nur der letzte Abschnitt des
												Durchgangs sichtbar.
												<br><br>
												Um den Transit in voller Länge sehen zu können, musste man weiter entfernte Orte aufsuchen, z.B. den Pazifikraum.
												Die hier gezeigte Aufnahme wurde in einer Höhe von 3.400 auf dem Vulkan Mauna Loa (Hawaii) gemacht. Die Venus
												ist deutlich als schwarzer Kreis erkennbar.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Mauna Loa, Hawaii, USA; 04.06.2012; 420 mm Refraktor; Canon 450D;
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Venustransit 2012
Venustransit 2004
												<br><br>
												Die folgenden Aufnahmen zeigen den Venustransit von 2004. Die Venus zog innerhalb von 6 Stunden vor der Sonnenscheibe vorbei. Zu diesem Zeitpunkt war die Venus 42 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.<br>
												Auf dem Foto schiebt sich die Venus gerade vor die Sonne. Das Foto wurde mit einem Spiegelteleskop aufgenommen. Zum Schutz vor der gleißend hellen Sonnenstrahlung wurde eine spezielle Sonnenfilterfolie vor die Teleskopöffnung gespannt.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 08.06.2004; 18cm-Maksutov-Teleskop, f/1o; Kodak-Diafilm 100 ASA; 1/500s; Filterfolie
												<br>
												Autor: ©Kurt Schaefer
Venustransit 2004
Venustransit 2004
												<br><br>
												Misst man die Zeitpunkte, zu denen die Venus den Rand der Sonnenscheibe
												„berührt“ von unterschiedlichen Orten
												der Erde aus, so kann man daraus den Abstand unseres Planeten von der
												Sonne berechnen.
												<br><br>
												Der berühmte Entdecker James Cook reiste deshalb 1769 eigens in den
												Pazifik, um von dort aus den  Venustransit zu vermessen.  Damals konnte
												der Abstand Sonne-Erde ziemlich genau zu 150 Millionen Kilometern bestimmt
												werden.
												<br>
												Dies war von fundamentaler Bedeutung.
												Mithilfe der von Johannes Kepler formulierten Gesetze konnten daraus die Entfernungen der
												übrigen Planeten unseres Sonnensystems abgeleitet werden.
												<br><br>
												Auf diesem Foto ist die Venus bereits ein Stück weiter vor der Sonnenscheibe vorbei gewandert. Die Aufnahme entstand
												mit einer Digitalkamera, die hinter das Okular eines Spiegelteleskops gehalten wurde.
												<br><br>
												Aufnahmeort: Sternwarte Aachen; 20cm-Newton-Teleskop, f/6; Okularprojektion, Digitalkamera
												<br>
												Autor: ©Jürgen Balk
Venustransit 2004
Seite 1 von 4


↑ nach oben