Glossar

Abendrot

Abendrot entsteht durch Streuung des blauen Teiles des Sonnenlichtes am Wasserdampf der Atmosphäre. Je länger der Weg des Lichtes durch die Atmosphäre desto mehr Blau wird gestreut und es bleiben mehr gelb-rote Strahlen übrig. Nicht jeder Abend zeigt das gleiche intensive Abendrot, es ist auch abhängig vom aktuellen Anteil des Wasserdampfes in der Luft.

Abendstern

Als Abendstern bezeichnet man den Planeten Venus wenn er abends kurz nach Sonnenuntergang bei relativ hellem Himmel im Westen zu sehen ist. Da die Venus das dritthellste Himmelsobjekt nach Sonne und Mond ist, kann die Venus selbst noch vor Sonnenuntergang sichtbar werden, wenn sie maximal weit neben der Sonne steht. Diesen seitlichen Abstand nennt man Elongation.

Abendstern

Als Abendstern bezeichnet man den Planeten Venus wenn er abends kurz nach Sonnenuntergang bei relativ hellem Himmel im Westen zu sehen ist. Da die Venus das dritthellste Himmelsobjekt nach Sonne und Mond ist, kann die Venus selbst noch vor Sonnenuntergang sichtbar werden, wenn sie maximal weit neben der Sonne steht. Diesen seitlichen Abstand nennt man Elongation.

Absorptionslinien

Betrachtet man das Spektrum eines Sternes oder auch unserer Sonne genau, kann man darin schwarze Linien entdecken, die sogenannten Frauenhofersche Linien. Jede einzelne dieser Absorptionslinien deutet auf ein gasförmiges Element hin, welches das Sternenlicht an dieser Stelle unterdrückt.

Adaptive Optik

Die adaptive Optik in großen Teleskopen ist ein technisches Verfahren zur Verminderung von Bildverzerrungen, die durch Luftturbulenzen hervorgerufen werden.

Ein Computer vergleicht einen Referenzstern mit seinem Idealbild und berechnet in Millisekunden die Bildstörung. Der verstellbare Spiegel wird dann mit Hilfe von vielen Stellgliedern so angepasst, dass ein weitgehend ungestörtes Bild auf dem Hauptspiegel des Teleskopes entsteht. Diese Anpassung muss in jeder Sekunde tausende mal erfolgen. 

Akkretion

Akkretion ist das Ansammeln von Materie aus der Umgebung eines Himmelskörpers und ist notwendig für die Bildung von Planeten und Sternen. Akkretionsscheiben sind abgeflachte Materiescheiben. Man findet sie auch bei verschiedenen anderen Himmelsobjekten wie z. b. bei schwarzen Löchern.

Aktive Galaxie

Galaxien, in denen im Zentrum  gewaltige Energieausbrüche stattfinden. Unter die aktiven Galaxien fallen Seyfert- und Radiogalaxien sowie Blazare und Quasare. In ihrem Zentrum befindet sich jeweils ein super-massives schwarzes Loch, das in 2 Jets die extreme Strahlung ausstößt.

Albedo

Die Albedo (lat. alba=weiß) beschreibt die Fähigkeit eines Himmeslkörpers, Sonnenlicht zu reflektieren, ausgedrückt als Wert zwischen 0%, was keiner Rückstrahlung entspricht, und 100%, alles Licht würde zurückgeworfen. Sie kann auch als Wert zwischen 0 und 1 beschrieben werden.

Die Venus hat eine Albedo von 75% (=0,75), der Mond von nur 10% (0,1).

Algol Veränderliche

Algol-Veränderliche sind Sterne, deren Helligkeit sich periodisch verändern dadurch, dass ein anderer Himmelskörper sich zwischen diese Sterne und den Beobachter schieben. Es entstehen sehr regelmäßige Lichtschwankungen durch die Abdeckung des helleren Sterns durch einen dunkleren. Der erste Stern, an dem dies entdeckt wurde, war Algol im Sternbild Perseus. In 10 Stunden sinkt seine Helligkeit von 2m,1 auf 3m,4 und steigt wieder auf 2m,1 an. Dies wiederholt sich alle 68,8 Stunden.

Analemma

Das Unendlichkeitszeichen in Form einer liegenden Acht.

Andromeda Galaxie

Die Andromeda-Galaxie ist eine Sterneninsel, sehr ähnlich unserer eigenen Milchstraße. Man geht von einer Entfernung von ca. 3 Millionen Lichtjahren aus. Damit gehört sie zu unseren nächsten galaktischen Nachbarn. Bei ausreichender Dunkelheit ist sie mit dem bloßen Auge am nördlichen Sternenhimmel zu erkennen. Schon in kleineren Teleskopen ist sie ein imposanter Anblick. Sie gehört zusammen mit mehreren Zwerggalaxien und Kugelsternhaufen zu unserer lokalen Gruppe. Während sich durch das ausdehnende Weltall die Zwischenräume zwischen den Galaxien allgemein vergrößern, nähern wir uns der Andromedagalaxie an und werden in ferner Zukunft mit ihr verschmelzen.

Apex

Unter dem Apex versteht man den Punkt, auf den sich die Sonne relativ zu unseren Nachbarsternen zubewegt.  Er liegt im Sternbildes Herkules südwestlich der Wega. Die Sonne tut dies mit einer Geschwindigkeit von ca. 20 km/sec was 600 Mio. km pro Jahr entspricht.

Aphel

Aphel ist der sonnenfernste Punkt eines Himmelskörpers auf seiner Bahn um die Sonne. Die Planeten und auch die anderen Himmelskörper wandeln nicht auf einer idealen Kreisbahn um die Sonne sondern auf Ellipsen. Der sonnennächste Punkt auf ihrem Weg wird Perihel genannt.

Apsidenlinie

Die Apsidenlinie ist die Verbindungslinie von Perihel und Aphel und damit die große Achse der elliptischen Bahn, auf der ein Planeten die Sonne umkreist. Interessanterweise ist die Lage der Apsidenlinie und damit die Lage der gesamten Ellipse eines Planeten nicht so ortsfest wie man glauben könnte. Hier machen sich die verschiedensten gravitativen Kräfte aller Körper in unserem Sonnensystem bemerkbar.

Äquinoktium

Lat. auch equinox für Tagundnachtgleiche,  d.h. sowohl der Tag als auch die Nacht sind gleich lang. Dies geschieht, wenn die Sonne am 21.3 zum Frühlingsanfang und am 23.9. zum Herbstanfang durch den Himmelsäquator läuft. Genauer gesagt befindet sich die Erde zu diesen Zeitpunkten an den Schnittpunkten der Ekliptik mit dem Himmelsäquator.

Astronomische Einheit

Als eine Astronomische Einheit (kurz "AE" oder engl. „AU)“ bezeichnet man den mittleren Abstand Erde-Sonne = 149.598.000 km = ca. 149,6 Mio. km. Dieses Maß wird als Längeneinheit bei Entfernungen innerhalb des Sonnensystems verwendet.

Barlowlinse

Eine Barlowlinse wird zwischen Teleskop und Okular gesteckt und verdoppelt oder verdreifacht die Brennweite des Teleskopes und damit die Vergrößerung.

Es gibt die Barlow-Linse 2-fach, 3-fach aber auch 1,5-fach, 2,5 fach und andere Faktoren, und auch stufenlos verstellbar wie ein Zoom. Man kann also mit einer Barlow-Linsen praktisch seinen vorhandenen Okularsatz verdoppeln.

Bewegungshaufen

Bewegungshaufen sind Sternhaufen, die als solche zunächst gar nicht erkennbar sind, nicht zuletzt wegen der geringere Anzahl der Mitgliedssterne. Erst durch die Errechnung der Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung ist feststellbar, dass sie sich gemeinsam durch den Weltraum bewegen und eine Gruppe bilden. Das nicht offizielle Sternbild Großer Wagen besteht mit dem Reiterlein Alkor aus 8 Sternen. 6 davon gehören zusammen und bewegen sich in dieselbe Richtung. Zwei Sterne (Dubhe und Benetnasch) gehören nicht dazu. Sie bewegen sich anders. Dies wird auf lange Sicht dazu führen, dass das Sternbild Großer Wagen sein Aussehen verändert.

Big Bang

Von den Kritikern eigentlich als Schimpfwort gedacht für die Theorie der explosionsartigen Entstehung unseres Universums. Siehe auch Urknall Theorie.

Chandra

Chandra ist der Name des im Juli 1999 ins All gebrachten Röntgenteleskops. 22,5 to schwer, 13,5 m hoch und außerdem 2,8 Milliarden Dollar teuer. Dieses Teleskop ist Nachfolger der erfolgreichen Röntgensatelliten ROSAT und EINSTEIN. Das Röntgenobservatorium, das zuvor AXAF genannt wurde, wurde zu Ehren des amerikanisch-indischen Astrophysikers und Nobelpreisträgers Subrahmanyan Chandrasekhar (1910-1995) auf Chandra umgetauft.

Deklination

Deklination ist der Winkel eines Gestirns, gemessen nördlich oder südlich vom Himmeläquator. Die Winkelentfernung in Grad wird nach Norden ist positiv bis +90º, nach Süden wird sie negativ bis -90º gezählt. Der Äquator ist die Linie mit der Deklination 0°.

Deklinationsachse

Die Achse einer äquatorialen Teleskopmontierung, mit der ein Fernrohr in Deklination, d.h. in Nord-Süd-Richtung bewegt werden kann. Diese Achse steht senkrecht zur Polachse.

Dobson

Der optische Teil dieser Teleskopklasse ist ein Newton-Teleskop. Die von John Dobson entwickelte Alt-Azimuth-Montierung zeichnet sich durch eine sehr einfache, kostengünstige Bauweise aus. Meistens lagert das Instrument schwenkbar in einer Art Holzkiste und diese wiederum auf einer Drehplatte. Die Nachführung erfolgt mit der Hand. Weil die Montierung so kostengünstig ist und ohne viel Aufwand betrieben werden kann, kann mehr Geld in die Größe (=Durchmesser) des Teleskops investiert werden. Diese Teleskope werden gerne von Amateuren selbst gebaut.

Ekliptik

Die Ekliptik ist die Ebene, die gebildet wird durch die Sonne im Mittelpunkt und der Erdbahn um die Sonne. Diese Ebene wird in den Weltraum hinaus erweitert. Die Ekliptik ist gegen den Äquator um 23,5° geneigt. In dieser Ebene laufen auch alle anderen Planeten um die Sonne und der Mond um die Erde mit mehr oder weniger großen Abweichungen.

Elongation

Elongation ist der von der Erde aus beobachtete seitliche Abstand eines Planeten von der Sonne, gemessen in Winkelgrad. Bei 0° haben wir eine Konjunktion, Planet und Sonne liegen von uns aus gesehen in der selben Richtung. In Opposition ist ein Planet bei 180°, die Erde liegt genau zwischen Planet und Sonne. Quadratur bezeichnet einen 90° Winkel zur Linie Erde-Sonne.

 

Die Elongation ist besonders für die Beobachtung von Merkur und Venus wichtig. Ist sie zu gering, verschwindet der Planet im hellen Sonnenlicht.

Enckesche Teilung

Eine weitere Teilung des Saturnringes, welche durch Johann Encke 1837 entdeckt wurde. Diese Lücke im Saturnring war zunächst so fein, dass sie „Bleistiftlinie“ genannt wurde. Heute kennt man eine große Anzahl von Unterteilungen und Ringgruppen des Saturns.

Ephemeriden

Tabellen, teilweise als Jahrbücher herausgegeben, mit vorhergesagten Positionen der Himmelskörpers in unserem Sonnensystem zu bestimmten Zeiten. Die Tabellen

können noch weitere physikalische Daten zu den Bewegungen dieser Körper enthalten.

Exoplaneten

Exoplaneten sind Planeten, die nicht in unserem eigenen Sonnensystem existieren sondern um eine andere Sonne=Stern kreisen. Die Suche nach ihnen ist schwierig, dennoch wurden seit 1992 mehrere hundert gefunden. Nur selten kann man einen Exoplaneten direkt sehen, man entdeckt ihn eher durch Lichtschwankungen oder Rotverschiebung des Muttersterns. Der Mensch ist sehr an der Frage interessiert, ob dort draußen in den Weiten des Alls unsere Schwestern und Brüder leben könnten.

Feldstern

Ein einzelner Stern im Bereich (im Feld) eines Sternhaufens, der aber vor oder hinter ihm steht und damit nicht zum Sternhaufen selbst gehört.

Frühlingspunkt

Der Frühlingspunkt gilt quasi als Nullpunkt für die Ortsbestimmung am Himmel und ist der Schnittpunkt von Himmelsäquator und Ekliptik, dort wo zu Frühlingsanfang die Sonne steht. Von hier aus wird die Rektaszension entlang des Himmelsäquators in Richtung Osten gemessen. In Sternenkatalogen beziehen sich die Positionsangaben immer auf den Frühlingspunkt (Stundenwinkel) und den Himmelsäquator (Deklination).

Gravitation

Gravitation ist eine Anziehungskraft, die zwischen 2 Körpern besteht. Der Bleistift fällt auf die Erde, weil sie als sehr schwerer Körper den Gegenstand mit Ihrer Masse anzieht. So spüren wir auch unser Gewicht, weil die Erde uns anzieht. Der Mond ist kleiner, er zieht den Körper des Astronauten schwächer an, er empfindet sein Gewicht auf dem Mond geringer. Auch die Sonne zieht unsere Erde an, sonst wären wir schon aus dem Sonnensystem weggeflogen. Obwohl die Gravitation sehr schwach ist, wirkt sie über riesige Distanzen im Universum.

Gravitationswellen

Gravitationswellen sind Schwingungen in der Raumzeit, die durch Ereignisse mit extremen Massen im Universum hervorgerufen werden wie z. B. der Verschmelzung zweier schwarzer Löcher. Diese Gravitationswellen haben eine Ähnlichkeit mit Schallwellen. Gravitationswellen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit. Ihre Auswirkungen sind auf der Erde extrem schwierig zu messen. Einstein sagte diese Wellen in seiner Relativitätstheorie 1915 voraus.

H-alpha-Licht

H ist das chemische Zeichen für Wasserstoff, das Element, aus dem die Sonne überwiegend besteht, an der Oberfläche zu ca. 70%. H-alpha-Licht ist strahlender Wasserstoff mit einer Wellenlänge von 656,3 nm. Für diese Wellenlänge gibt es spezielle Teleskope, mit denen sehr viele Erscheinungen auf der Sonnenoberfläche zu bobachten sind. Das H-alpha-Licht wird ausgestrahlt, wenn das Elektron eines angeregten Wasserstoffatoms von der dritten auf die zweite Schale zurückfällt.

H-alpha-Teleskop

Ein speziell konstruiertes Teleskop für die Sonnenbeobachtung. Zunächst einmal wird die Sonnenstrahlung zum größten Teil blockiert. Ein weiterer Filter lässt nur ein sehr schmales Band des Sonnenspektrums durch, nämlich im Bereich des angeregten Wasserstoffes um 656,3 nm. In diesem Licht sind sehr viele Erscheinungen der Sonnenoberfläche zu beobachten.

Helligkeit, absolute

Es ist die Helligkeit ausgedrückt in M (Magnitudo), die ein Stern hätte, wenn wir ihn im Abstand von genau 10 Parsec (entspricht  32,615 Lichtjahre) betrachten würden. Diese Helligkeit können wir bestimmen, wenn wir seine scheinbare Helligkeit (m magnitudo) und seinen Abstand von uns kennen. Mit Hilfe der absoluten Helligkeit lässt sich ein Stern genau klassifizieren und einordnen.  Also m magnitudo für scheinbare Helligkeit und M Magnitudo für die absolute Helligkeit.

Helligkeit, scheinbare

Alle Himmelsobjekte, besonders die Sterne, haben ihre individuelle Helligkeit, mit der sie auf die Erde strahlen. Nicht nur dass die Sterne unterschiedlich stark abstrahlen, sie sind auch unterschiedlich weit entfernt. Wir bestimmen daher mit der scheinbaren Helligkeit, ausgedrückt in magnitudo, wie viel hier auf der Erde ankommt. In den Sternkarten und den Sternkatalogen tragen alle Objekte diesen Helligkeitswert, mit dem wir sie relativ zu einander auch erkennen können.

Hipparch (um 150 v. Chr.) hatte ursprünglich 6 Helligkeitsklassen definiert, von 1m, sehr hell, bis 6m, mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Mit Teleskopen können wir aber noch viel lichtschwächere Sterne sehen, deswegen wurde die Skala unbegrenzt nach oben für lichtschwächere Objekte erweitert. Und auch nach unten wurde ausgedehnt, Sirius ist sehr hell und hat eine scheinbare Helligkeit von -1.4m und unsere Sonne von -26.7m.

Heute beobachten wir am Himmel auch Helligkeitsunterschiede von einer Stelle nach dem Komma, mit Instrumenten geht es noch sehr viel feine

Hubble Space Telescope

Das erste Großteleskop im Erdorbit. Es wurde nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt. Direkt nach seiner Inbetriebnahme 1994 stellte sich heraus, dass ein Fehler in der Optik vorlag und dass das Teleskop unscharfe Bilder lieferte. Erst durch den Einbau einer Korrekturoptik gelang es, die volle Leistungsfähigkeit zu erreichen. Seit dem lieferte das Hubble Space Telescope neben wichtigen astronomischen Daten auch immer wieder beeindruckende Bilder. Einige Weltraummissionen waren zur weiteren Wartung und Reparatur nötig. Da sie extrem teuer sind, wurden diese Missionen nun eingestellt.

International Space Station

Die Internationale Raumstation ist eine bemannte Raumstation in einer Erdumlaufbahn, die in internationaler Kooperation von verschiedenen Ländern betrieben wird.

Komet

Kometen bestehen aus Staub- und Eisteilchen und sind zwischen 1 km und 100 km groß. Sie stammen aus der Oortschen Wolke noch weit jenseits der Plutobahn und wurden durch gravitative Störungen auf die Reise um die Sonne geschickt. Manche dieser Flugbahnen sind elliptisch und der Komet kehrt regelmäßig wieder. Andere Kometen verlassen auf einer Hyperbelbahn das Sonnensystem.

Ein Komet besteht aus Kern, Koma und 2 Schweifen, welche immer von der Sonne wegzeigen. Ein Schweif besteht aus Staub, der andere ist ein Gasschweif. Der Staubschweif leuchtet durch Reflektion des Sonnenlichtes, der Gasschweif hingegen wird durch die Sonnenenergie zum Eigenleuchten gebracht. Die Staubteile in den Schweifen treffen als Meteore auch die Erde.

Berühmte Kometen der letzten Jahre waren: Shoemaker Levy 9, Hyakuatake, Hale Bopp und Swift-Tuttle.

Kosmologie

Die Kosmologie ist ein Zweig der Astrophysik. Sie beschäftigt sich mit dem Weltall als einheitlichem System und untersucht  z. B. die Verteilung der Materie und der Energie und die zeitliche Entwicklung des Universums, auch Anfang und ggf. Ende. Man ist sich ziemlich sicher, dass Alles mit dem Urknall angefangen hat und sich Raum und Zeit seitdem ausdehnen. Die Rotverschiebung spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle.

Kugelsternhaufen

Kugelsternhaufen sind Ansammlungen von grob 1 Mio. Sternen, die kugelige Anordnung ist direkt zu sehen. Diese Sterne bilden physisch eine Gruppe. Sie stehen rund 1000-mal enger als die Sterne in unserer Umgebung, im Zentrum  des Haufens sogar 10.000-mal enger. Kugelsternhaufen haben Größen von um die 150 Lichtjahre und sind Teil ihrer Heimatgalaxie. Sie sind im einem Halo, das heißt in einem  kugelförmigen Raum um den Mittelpunkt der Galaxie, zu finden, der einen Durchmesser von 300.000 Lichtjahren haben kann. In den Kugelsternhaufen findet man die ältesten Sterne unserer Galaxis. Viele Kugelsternhaufen sind Objekte im Messier-Katalog.

Libration

Der Mond zeigt uns immer seine selbe Seite. Durch veränderliche Umlaufgeschwindigkeit, durch die Neigung der Mondbahn und durch Parallaxe können wir aber dennoch rund 59% seiner Oberfläche zu verschiedenen Zeiten sehen. Diese Pendelbewegungen nennt man Libration.

Magnitudo

Magnitudo siehe Helligkeit...

Meteor

Alle drei Begriffe stehen für das selbe Ding nur an unterschiedlichen Orten.

Meteoroide sind kleine Gesteinsbrocken im Weltraum, die überwiegend Kometen auf ihrer Reise um die Sonne verloren haben. Sie können aber auch von anderen Himmelskörpern stammen. Die meisten haben Größen von 0,1 mm bis 10 mm. Sehr selten gibt es aber auch größere Stücke, die bis 1to Gewicht haben können. Auf der Erde sind sogar Krater von solchen großen Einschlägen gefunden worden.

Als Meteore oder auch als Sternschnuppen werden sie bezeichnet, wenn sie mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintauchen und dabei eine leuchtende Spur über den Nachthimmel ziehen. Bei 1 cm Größe ergeben sich dabei schon sehr auffällige Feuerkugeln bei der Reibung mit der Luft.

Überwiegend verglühen die Meteore komplett in der Atmosphäre. Es gibt allerdings auch Brocken, die doch so groß sind, dass ein Rest auf der Erdoberfläche aufschlägt und als Meteorit gefunden und analysiert werden kann. Sie enthalten häufig auch Metalle und wurden durch die große Hitze auf ihrem Flug aufgeschmolzen und verformt.

Siehe auch Sternschnuppenströme

Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde genau zwischen Mond und Sonne in einer Linie steht und der Erdschatten auf die Mondoberfläche fällt. Dies ist nur bei Vollmond möglich. Da die Mondbahn aber ca. 5° zur Ekliptik (Erdbahn um die Sonne) geneigt ist, geschieht eine Mondfinsternis nicht zu jeder Vollmondzeit, sondern nur dann, wenn sich der Mond gerade durch die Ekliptikebene bewegt und es zu besagter Konstellation kommt.

Montierung

Eine Montierung ist das Verbindungsteil zwischen Teleskop und Stativ bzw. Säule. Es gibt sie azimutal und parallaktisch bzw. äquatorial.

Mit einer azimutalen Montierung lässt sich das Teleskop recht-links und auf-ab bewegen. Meist erreicht nur eine Computersteuerung in diesem Falle eine zufrieden stellende Nachführung der Erdbewegung.

Bei parallaktischen Montierungen wird die Rektaszensionsachse bzw. Stundenachse auf den Himmelspol ausgerichtet, sodass sie parallel zur Rotationsachse der Erde liegt. Die Deklinationsachse wird auf die Höhe des Gestirns über dem Himmelsäquator fixiert. Somit ist ein Ausgleichen der Erdrotation nur durch die Rotation der Stundenachse möglich und damit das Nachführen genauer.

 

Morgenrot

Morgenrot entsteht durch Streuung des blauen Teiles des Sonnenlichtes am Wasserdampf der Atmosphäre. Je länger der Weg des Lichtes durch die Atmosphäre desto mehr Blau wird gestreut und es bleiben mehr gelb-rote Strahlen übrig. Nicht jeder Morgen zeigt das gleiche intensive Morgenrot, es ist auch abhängig vom aktuellen Anteil des Wasserdampfes in der Luft.

Nebelfilter

Nebelfilter werden in ein Okular geschraubt um das Licht von irdischen Quellen wie z.B. Straßenlampen größtenteils herauszufiltern. In Stadtnähe sind mit diesen Filtern die Planetarischen Nebel und Galaxien wesentlich besser zu beobachten, unter dunklem Himmel wird der Kontrast erheblich gesteigert, mehr Details werden sichtbar und vorher unsichtbare Nebel sind zu erkennen.

 

Es gibt verschiedene Arten von Nebelfilter für die Beobachtung der verschiedenen Nebelklassen und Galaxien, die in unterschiedlichen Spektralbereichen strahlen.

New General Catalogue of Nebulae and Clusters of Stars

Der New General Catalogue wurde in den 1880er-Jahren zusammengestellt und 1888 von Johan Ludvig Emil Dreyer veröffentlicht; vor allem nach Beobachtungen von Wilhelm Herschel.

Der NGC enthält 7840 Objekte, darunter auch die meisten des Messier-Katalogs. Im Unterschied zum Messier-Katalog sind die Objekte des NGC-Katalogs nach Rektaszension geordnet.

Offene Sternhaufen

Offene Sternhaufen haben entschieden weniger Sterne als Kugelsternhaufen, sie sind abzählbar. Zwischen 30 und 300 Sonnen können es sein. Auch kann man zwischen den einzelnen Sternen dieser Haufen in den Weltraum hindurchschauen. Bekannteste Offene Sternhaufen sind die Plejaden (M45) und die Hyaden im Sternbild Stier. Jedoch sind nicht alle sichtbaren Sterne dieser beiden Haufen Mitgliedssterne. Einige gehören räumlich nicht dazu und liegen nur zufällig in der gleichen Richtung. Man nennt sie Feldsterne. Das bedeutet auch, dass diese Sternhaufen ihr Aussehen langfristig verändern, die Feldsterne werden sich in eine andere Richtung oder mit anderer Geschwindigkeit bewegen.

Okular

Steckhülse mit einer oder mehreren Linsen, die das vom Teleskop entworfene Bild nochmals vergrößern und für das Auge aufbereiten. Je kleiner die Brennweite eines Okulars desto höher ist die Vergrößerung des Bildes. Außerdem können diese Linsensysteme je nach Bauart verschieden große Gesichtfelder bzw. Blickwinkel schaffen.

Brennweite Teleskop : Brennweite Okular = Vergrößerung

Okulare gibt es in Brennweiten von ca. 2,5mm bis ca. 60mm. Die Steckhülsen haben überwiegend Durchmesser von 31,8mm (1,25") oder 50,0mm (2").

Perihel

Perihel ist der sonnennächste Punkt eines Himmelskörpers auf seiner Bahn um die Sonne. Die Planeten und auch die anderen Himmelskörper wandeln nicht auf einer idealen Kreisbahn um die Sonne sondern auf Ellipsen. Der sonnenfernste Punkt auf ihrem Weg ist Aphel.

Perseiden

siehe Sternschnuppenstrom, periodisch

Protuberanzen

Protuberanzen sind heiße, leuchtende Gasauswürfe, die am Sonnenrand mit speziellen Teleskopen beobachtet werden können. Sie können fontänen-, bogen-, oder büschelförmige Formen annehmen. Die Ursachen dürften magnetische Felder sein, die das Plasma in bestimmte Richtungen zwingen.

Protuberanzen können bis zu 100.000 km über die Sonnenoberfläche steigen und sie erreichen Geschwindigkeiten von mehreren 100 km/sec. Manche verändern sich deshalb innerhalb Minuten.

Hier sei dringend gewarnt vor der Beobachtung der Sonne mit dem bloßen Auge oder mit normalen Teleskopen. Es kommt umgehend zu einer Schädigung. Man benötigt spezielle Filter und Teleskope, um gefahrlos die Sonne und ihre interessanten Erscheinungen zu beobachten.

Proxima Centauri

Proxima Centauri oder Alpha Centauri C genannt, ist mit einer Entfernung von 4,2 Lichtjahren der sonnennächste Stern.  Proxima Centauri befindet sich im Sternbild Zentaur. Aufgrund seiner Position am Südhimmel kann er von der Erde aus nicht von Europa aus beobachtet werden.

Refraktor

Der Refraktor, auch Linsenfernrohr genannt, ist ein Teleskop, bei dem das einfallende Licht durch eine oder mehrere Linsen, dem Objektiv, gesammelt wird. Das dabei entstehende Bild eines Beobachtungsobjektes wird mit einem wiederum aus Linsen bestehendem Okular betrachtet, was je nach dem Verhältnis der Brennweiten, ein vergrößertes Bild ergibt.

Rektaszension

Eine der Koordinaten zur Ortsbestimmung eines Körpers am Himmel. Wie auf dem Globus die Längengrade wird der Abstand eines Himmelskörpers vom Frühlingspunkt auf dem Himmelsäquator gemessen. Es wird der Himmelsdrehung entgegengesetzt in Stunden und Minuten gezählt. Deswegen wird er auch schon mal Stundenwinkel genannt. Die zweite Koordinate ist die Deklination.

Rotverschiebung

Entfernt sich ein leuchtendes Objekt, z. B. eine Galaxie, von uns, wird die Wellenlänge des abgestrahlten Lichtes in die Länge gezogen und das bedeutet, dass das Licht röter wird. Auch wenn diese Verschiebung mit dem Auge nicht zu sehen ist, können Wissenschaftler diese im Spektroskop an Hand der Position der Absorptionslinien erkennen. Die Werte der gemessenen Rotverschiebungen sagen etwas aus über die Geschwindigkeit des Objektes und die Entfernung von uns. Diese Messungen sind für die Kosmologie und für die Erforschung der Entwicklungsgeschichte des Universums von größter Bedeutung. Edwin Hubble entdeckte dies 1929.

Das Prinzip kann man bei einer Feuerwehrsirene hören wenn sie auf uns zukommt und dann sich von uns entfernt.

Schaltjahr/Schalttag

Mit dem Begriff Schaltjahr wird ein Jahr im Kalender bezeichnet, das im Unterschied zum Gemeinjahr einen zusätzlichen Schalttag und/oder Schaltmonat enthält, zumeist, um die Differenz zwischen einem planmäßigen Kalenderjahr und dem Sonnenjahrauszugleichen. 

Seeing

Der Ausdruck Seeing wird von Astronomen benutzt, um die Qualität der Atmosphäre während der Himmelsbeobachtung zu beurteilen. Ausschlaggebend dafür sind  Transparenz und die Turbulenzen in der Luft.

Spektroskop

Das Spektroskop ist ein optisches Gerät, das das Licht einer Quelle (Stern o.a.) in seine Farbkomponenten zerlegt. Aus einem punktförmigen mehr oder weniger weißen Licht wird ein kleines buntes Farbband, das Spektrum. Aus ihm lassen sich umfangreiche Informationen über die Lichtquelle gewinnen. Dieses Verfahren ist von großer Bedeutung für die Astrophysik.

Sternassoziationen

Bei diesen Sternen ist eine Zusammengehörigkeit beim Beobachten nicht erkennbar. Die verschiedenen Gruppen bestehen aus teilweise nur einigen wenigen Sternen, maximal können es einige Duzend sein. Erst wenn man bestimmte physikalische Eigenschaften der einzelnen Sterne untersucht, stellt man fest, dass diese zusammengehören und sich auch in einem bestimmten Areal des Raumes finden lassen. Sie sind gleichzeitig aus dem selben interstellaren Material entstanden. Ein Typus von Sternassoziation sind Sterne der Spektralklasse O und B, recht junge Sterne. Sie bilden als Beispiel im Sternbild Orion die Ori OB1-Assoziation, heiße, blaue Sterne in einem Sternentstehungsgebiet.

Sternhaufen

Es gibt verschiedene Formen von Sternhaufen. Die grundlegenden Formen unterscheiden sich von einander in Anzahl, Anordnung, Bewegung und spektralem Aussehen der Mitgliedssterne. Man unterscheidet Offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Bewegungshaufen und Sterne-Assoziationen. Bitte lesen Sie jeweils dort weiter.

Sternschnuppenströme, periodische

Periodische Sternschnuppenströme können beobachtet werden, wenn die Erde die Bahn eines längst weiter geflogenen Kometen kreuzt und dabei die im Weltall zurückgelassenen Teilchen des Kometenschweifes vermehrt in die Erdatmosphäre eindringen. Jedes Jahr kommt die Erde wieder an dieser Stelle vorbei und fliegt erneut durch diese Partikelwolke. Deshalb sind diese Ereignisse periodisch. Dies geschieht für jeden Kometen an einer anderen Himmelsstelle. Die Meteorströme scheinen dann aus einem bestimmten Sternbild zu kommen, dem Radianten, und werden nach ihm benannt. Um den 12. August sind es die Perseiden, aus dem Sternbild Perseus.

Siehe auch Meteor.

Sternwarte

Eine Sternwarte oder ein astronomisches Observatorium (von lat. observare = beobachten) ist zunächst einmal ein Ort zur Beobachtung von Himmelskörpern aller Art.

Dafür werden meist sehr teure technische Geräte eingesetzt wie z.B. Teleskope und Astrografen. Zum Schutz dieser Instrumente sind daher Gebäude errichtet worden, die für die Beobachtungen bzw. Messungen großflächig geöffnet werden können.

Bis etwa 1620 waren Observatorien fast ausschließlich für die freiäugige Beobachtung des Himmels eingerichtet, aber auch früher gab es schon verschiedene Winkelmess- und Peilhilfen, die an diesen Sternwarten in Gebäuden untergebracht waren.

Urknall

Als die Astronomen feststellten, dass alle Galaxien sich ständig von einander entfernen, entstand die Theorie des Urknalls. Denn wenn man zurückrechnete, musste sich vor etwa 13,7 Milliarden Jahren sämtliche Materie geballt an einem zentralen Ort befunden haben bzw. alle Materie an diesem Ort aus Energie entstanden sein. In Form einer gewaltigen, heftigen Explosion, daher auch Big Bang,  wurde laut dieser Theorie unser Universum geschaffen und damit Raum und Zeit. Seither dehnt sich der Weltraum ständig weiter aus.

 

Das Wort Big Bang war zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Theorie ironisch gemeint um sie lächerlich zu machen.

Veränderliche Sterne

Veränderliche Sterne variieren ihre Helligkeit in einer uns beobachtbaren Zeitspanne. Dies geschieht durch Bedeckung durch einen anderen Stern oder durch physische Veränderung des Sternes selbst. Bei letzteren kann dies durch Pulsation oder durch Eruption des Sternes geschehen. Man kann auch noch zwischen regelmäßig und unregelmäßig Veränderlichen unterscheiden. Heute kennt man mehr als 30.000 veränderliche Sterne in verschiedensten Gruppen.

Vertex

Der Punkt im Universum, auf den eine Gruppe von Sternen, ein Bewegungshaufen, zuzuströmen scheint.

Zenitprisma

Ein Glasprisma, das zwischen Teleskop und Okular gesteckt wird. Es lenkt das Licht um 90 Grad um, so dass eine bequemere Beobachtungshaltung, nämlich von oben, möglich ist.



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