Komet ISON

Der Komet C/2012 S1 (ISON) wurde 2012 von russischen Amateurastronomen bei der Auswertung von CCD-Aufnahmen entdeckt. 

Die Berechnung seiner Bahn zeigte, dass er sich der Sonne im Dezember 2013 bis auf etwa 1 Millionen Kilometer nähern würde. Außerdem wurde spekuliert, dass er einen großen aktiven Kern besaß. Das ließ vermuten, dass ISON ein spektakuläres Schauspiel bieten würde - er wurde in einigen Medeien als "Jahrhundertkomet" angekündigt.

Ende September 2013 konnte ISON erstmals von der Aachener Sternwarte aus fotografiert werden (siehe hier). In der Folgezeit gelangen weitere Aufnahmen.

ISON von September bis November 2013. Die Aufnahmen zeigen die Helligkeitsentwickung (zum Vergrößern anklicken; Autor: Jan Hattenbach)

ISON blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Seine Helligkeit steigerte sich zwar kontinuierlich, der Komet war jedoch bis Mitte November kein auffallendes Objekt am Nachthimmel. Immerhin konnte er mit einem Fernglas leicht gefunden werden.

ISON am 14.11.2013 (Autor: Jan Hattenbach)

Seine Perihelpassage an der Sonne am 28.11.2013 überstand ISON jedoch nicht. Der höchstens vier Kilometer große Kern war beim Anflug auf die Sonne zerbrochen (siehe hier).

Zunächst wurde noch spekuliert, ob Bruchstücke, die auf der ursprünglichen Kometenbahn weiterziehen zu einer bescheidenen Sichtbarkeit führen. Alle Versuche einer Sichtung waren jedoch gescheitert.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Blog "Himmelslichter" unseres Mitarbeiters Jan Hattenbach.



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